
Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat bestätigt, dass die britische Armee ab 2027 mit der Ausmusterung ihrer 34 Wildcat-AH1-Hubschrauber für Aufklärung und leichte Unterstützungsaufgaben beginnen wird. Diese sollen schrittweise durch unbemannte Systeme ersetzt werden.
Die Maßnahme ist Teil des neuen Defence Investment Plan (DIP), der den Einsatz von Drohnen und anderen autonomen Plattformen priorisiert, um die militärischen Fähigkeiten zu erweitern und gleichzeitig das Risiko für die Besatzungen bei Hochrisikoeinsätzen zu verringern.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine gezeigt, dass kleine Drohnen Aufklärungs-, Überwachungs- und Erkundungsmissionen (ISR) kostengünstiger und mit geringerem Risiko durchführen können als bemannte Hubschrauber. Der Plan ist Teil des sogenannten Recce-Strike-Konzepts, das Drohnen, vernetzte Sensoren, elektronische Kampfführung und weitreichende Präzisionswaffen kombiniert.
Premierminister Keir Starmer erklärte, das Ziel sei es, die britische Armee „zehnmal schlagkräftiger“ zu machen. Dabei sollen Aufklärungs- und Kampfdrohnen Seite an Seite mit den Hubschraubern AH-64E Apache operieren.

Die Entscheidung wirft jedoch Fragen darüber auf, wie einige der derzeit vom Wildcat AH1 übernommenen Aufgaben ersetzt werden sollen. Zwar können Drohnen Aufklärungsmissionen übernehmen, Experten weisen jedoch darauf hin, dass sie bislang nicht dieselben Fähigkeiten beim Transport von Truppen und Ausrüstung oder bei komplexen Einsätzen wie Combat Search and Rescue (CSAR) bieten. Unklar ist außerdem, was mit den ausgemusterten Hubschraubern geschehen wird. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Teil der Flotte von der Royal Navy übernommen wird, die derzeit unter einem Mangel an Luftfahrzeugen leidet und bereits die Variante Wildcat HMA2 betreibt.

Neben der Ausmusterung des Wildcat AH1 sieht der Plan auch die schrittweise Außerdienststellung älterer Chinook HC6A-Hubschrauber vor. Gleichzeitig wird das Programm New Medium Helicopter fortgesetzt, um den AW149 einzuführen, der von der Royal Air Force zur Unterstützung der Armee betrieben werden soll.

Nach der Außerdienststellung des Wildcat wird das Army Air Corps im Wesentlichen über AH-64E-Apache-Hubschrauber sowie eine kleine Anzahl von Dauphin AH1 verfügen, die zur Unterstützung von Spezialeinsatzkräften eingesetzt werden. Damit wird die britische Strategie zur Ausweitung des Einsatzes autonomer Systeme in militärischen Operationen weiter gefestigt.
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Quelle: The Aviationist / UK Defence Journal | Fotos: X @BritishArmy | @RoyalAirForce | @Leonardo_UK. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
