
Das zweite Schiff der Izumo-Klasse verlässt das Trockendock mit neu gestalteter Bugsektion und treibt Japans Plan voran, seine Hubschrauberträger für den Einsatz von Flugzeugen mit Kurzstart und Senkrechtlandung anzupassen
Das japanische Schiffbauunternehmen Japan Maritime United hat die Umrüstung des Hubschrauberträgers JS Izumo zu einem Flugzeugträger abgeschlossen und damit einen weiteren wichtigen Schritt im maritimen Modernisierungsprogramm Japans erreicht. Die Information wurde auf der offiziellen Seite des Oberflächenkommandos der japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte veröffentlicht.
Mit dem Abschluss dieser Phase befindet sich das Schiff nicht mehr im Trockendock und weist sichtbare strukturelle Veränderungen auf. Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Umgestaltung des Bugs, der verbreitert wurde, um die nutzbare Fläche des Flugdecks zu vergrößern. Ziel dieser Anpassung ist es, den Einsatz der F-35B Lightning II-Kampfjets zu erleichtern, einem Modell mit Kurzstart und Senkrechtlandung, das in die japanische Trägerkapazität integriert werden soll.
Trotz der Fortschritte muss die JS Izumo noch weitere Reparatur- und Modernisierungsarbeiten durchlaufen. Nach den ursprünglichen Plänen des japanischen Verteidigungsministeriums soll das Gesamtprojekt bis 2027 abgeschlossen sein.
Die Modernisierung des Schiffes ist Teil eines in zwei Phasen unterteilten Prozesses, der im Rahmen regelmäßiger technischer Inspektionen im Abstand von fünf Jahren durchgeführt wird. Die erste Phase wurde im Juni 2021 abgeschlossen und umfasste das Aufbringen eines Hitzeschutzes auf dem Flugdeck, die Installation von Beleuchtung zur Unterstützung von Luftoperationen sowie die Markierung einer gelben Parklinie.
Die zweite Phase, die am 1. November 2024 begann, konzentrierte sich auf tiefgreifendere Änderungen am Design des Schiffes. Die wichtigste davon war die Änderung der Bugform zu einem eher rechteckigen Design, ähnlich dem der JS Kaga, was einen effizienteren Betrieb der F-35B ermöglicht.
Die JS Izumo hatte bereits am 3. Oktober 2021 ihre praktische Kompatibilität mit diesem Flugzeugtyp unter Beweis gestellt, als sie Tests mit F-35B-Kampfjets des United States Marine Corps durchführte. Dabei führten zwei Flugzeuge der Marine Fighter Attack Squadron 242, VMFA-242 „Bats“, stationiert in Iwakuni, Japan, Senkrechtlandungen und Kurzstarts auf dem Deck des Schiffes durch.

Diese Tests dienten dazu, die Ergebnisse der ersten Modernisierungsphase zu überprüfen, insbesondere die Leistungsfähigkeit der auf dem Deck installierten Hitzeschutzbeschichtung. Dieses System gilt als entscheidend, um den extremen Temperaturen standzuhalten, die von den Triebwerken des Flugzeugs während der Senkrechtlandung erzeugt werden.
Parallel zum maritimen Programm hat das japanische Verteidigungsministerium auch die Wiederaufstellung der 202. taktischen Jagdstaffel finanziert, die voraussichtlich die erste Einheit der japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräfte sein wird, die für den Betrieb von trägergestützten Flugzeugen vorbereitet ist. Die japanische Regierung stellte 125 Millionen US-Dollar für die Modernisierung der JS Izumo bereit.
Das Programm folgt derselben Entwicklungslinie wie beim JS Kaga, dem Schwesterschiff der Izumo. Im Oktober 2024 führte die Kaga vor der Küste Kaliforniens ähnliche Tests durch, bereits mit dem neuen Bug ausgestattet. Während dieser Versuche führten F-35B Nachtoperationen und Tests mit maximaler Beladung durch und erweiterten so die Validierung der neuen Konfiguration.
Die Umrüstung der Schiffe der Izumo-Klasse spiegelt Japans wachsende Strategie wider, seine maritime Projektionsfähigkeit auszubauen und trägergestützte Kampfjets in einem zunehmend sensiblen regionalen Verteidigungsszenario im Indo-Pazifik einzusetzen.
Quelle und Bilder: Facebook @fleetsurfaceforce. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
