
Neue Studie zeigt historischen Anstieg der Bußgelder, Explosion von Strafen in Londoner Stadtteilen und Kameras, die bereits Millionen Pfund pro Jahr einbringen
Die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen im Vereinigten Königreich sind stark gestiegen und haben den höchsten Stand der letzten vier Jahre erreicht – eine Entwicklung, die das Verhältnis der Autofahrer zu den Straßen des Landes verändert. Neue Daten, die vom Unternehmen OOONO über Anfragen auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes erhoben wurden, zeigen, dass Millionen von Fahrern auf ihren täglichen Strecken erfasst werden, darunter Wohnstraßen und städtische Korridore, die zuvor als risikoarm galten.
Die Untersuchung, die 24 britische Polizeibezirke umfasst, zeigt, dass die Kontrollen im Jahr 2024/25 deutlich intensiviert wurden, mit einem Anstieg der Bußgelder in 22 dieser Regionen. Der auffälligste Zuwachs ist in London zu verzeichnen, wo die schnelle Ausweitung der 20-mph-Zonen und die verstärkte Nutzung von Blitzern eine neue Realität für Autofahrer in der Hauptstadt geschaffen haben.
West Yorkshire führt die nationale Rangliste mit 384.219 Geschwindigkeitsverstößen an, gegenüber 340.003 im Jahr 2023/24. Devon & Cornwall folgen mit 184.242 Strafen, ein Anstieg von 40 Prozent, während Warwickshire 177.373 Verstöße verzeichnete, obwohl dies einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die West Midlands verzeichneten einen der größten Anstiege, von 87.908 auf 147.070 Bußgelder, ein Wachstum von 67 Prozent. Nottinghamshire legte ebenfalls zu und erreichte 99.067 Fälle.
Doch London weist die beeindruckendsten Zahlen auf. Insgesamt verhängte die britische Hauptstadt 778.600 Bußgelder wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen. In Kensington & Chelsea betrug der Anstieg 1.507 Prozent innerhalb eines Jahres, von 1.875 auf 30.140 Strafen. In Lambeth lag der Anstieg bei 295 Prozent, von 9.448 auf 37.319.
Diese Veränderung steht in direktem Zusammenhang mit der Umgestaltung des Londoner Straßennetzes. Mehr als die Hälfte der Straßen der Stadt hat bereits ein Tempolimit von 20 mph, und 21 der 33 Boroughs haben diese Geschwindigkeit als Standard eingeführt. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, doch viele Autofahrer haben sich noch nicht an die neue Realität angepasst, insbesondere auf Strecken, die sie seit Jahren nutzen.
Ein weiterer Faktor für den Anstieg der Bußgelder ist die Neuausrichtung der Kontrollen. Anstatt sich nur auf Autobahnen und große Straßen zu konzentrieren, werden Blitzer zunehmend in Wohnstraßen und stark frequentierten städtischen Routen installiert, die täglich von Anwohnern und Berufspendlern genutzt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass das Risiko, eine Strafe zu erhalten, nicht mehr nur auf Hauptstraßen beschränkt ist, sondern Teil des täglichen Verkehrs in Städten geworden ist.
Einige Orte sind bereits zu Symbolen dieser neuen Phase geworden. Eine Kamera auf der A40 im Nordwesten Londons verhängte allein im Jahr 2024 50.000 Bußgelder, was mehr als 5 Millionen Pfund entspricht. In Camden stellen 135 Blitzer die höchste Kontrolldichte pro Kamera in der Hauptstadt dar. Eine Kamera auf der King’s Road in Chelsea erfasste 851 Autofahrer an einem einzigen Tag – eine Zahl, die als möglicher Rekord im Vereinigten Königreich gilt.
Die Strafen beginnen bei 100 Pfund und drei Punkten im Führerschein, können jedoch in schwereren Fällen erheblich ansteigen. Laut der Analyse von OOONO generieren einige britische Straßen bereits Hunderttausende oder sogar Millionen Pfund an Bußgeldern pro Jahr.

Das Thema gewann zusätzlich an Aufmerksamkeit nach Berichten, wonach der Schauspieler Eddie Redmayne in dieser Woche eine Strafe von über 1.500 Pfund erhalten haben soll, was die Wahrnehmung verstärkt, dass diese Welle der Kontrollen sowohl gewöhnliche Fahrer als auch bekannte Persönlichkeiten betrifft.
Quelle und Bilder: OOONO | Pexels | Instagram @eddieredmayneofficialig. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
