
Die britische Regierung hat offiziell bestritten, dass die F-35-Kampfjets der Royal Air Force über irgendeine Art von „Ausschaltknopf“ verfügen, der es den Vereinigten Staaten oder dem Hersteller ermöglichen würde, die Flugzeuge aus der Ferne zu deaktivieren.
Die Erklärung erfolgte nach Anfragen im britischen Parlament, bei denen das Verteidigungsministerium betonte, dass London die volle operative Souveränität darüber behält, wann und wo seine Kampfjets eingesetzt werden.
Laut Verteidigungsminister Lord Coaker sind die von den britischen Streitkräften beschafften Systeme nicht von der Genehmigung Dritter abhängig, um eingesetzt zu werden. Er hob zudem hervor, dass das Land über detaillierte Kenntnisse der F-35-Systeme verfügt, was es ermöglicht, operative und rechtliche Risiken vor jedem Kampfeinsatz zu bewerten.
Trotz der Zurückweisung der Existenz eines Mechanismus zur Fernabschaltung offenbart das Betriebsmodell des F-35-Programms eine komplexere strukturelle Abhängigkeit. Das Flugzeug ist auf kontinuierliche Software-Updates, Missionsdaten und von den Vereinigten Staaten verwaltete logistische Netzwerke angewiesen sowie auf digitale Systeme wie ODIN, die für Diagnose, Wartung und Flottenmanagement verantwortlich sind.
In der Praxis bedeutet dies, dass britische F-35 nicht einfach durch einen externen Befehl „abgeschaltet“ werden können. Mögliche Einschränkungen beim Zugang zu technischer Unterstützung, Updates und Daten könnten jedoch im Laufe der Zeit die Einsatzbereitschaft und operative Wirksamkeit der Flotte verringern. Somit bleibt die unmittelbare Souveränität gewahrt, doch die langfristige Handlungsfreiheit ist weiterhin an die von den Vereinigten Staaten geführte Unterstützungsstruktur gebunden.
Quelle: UK Defence Journal | Foto: X @RoyalAirForce | Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft
