
Die schnellen Reflexe eines Drohnenpiloten der Royal Navy verhinderten, dass ein auf 2,5 Millionen Pfund geschätztes Luftfahrzeug während einer Mission im Golf von Oman ins Meer stürzte.
Fregattenkapitän Adrian „AJ“ Hill übernahm wenige Augenblicke vor dem Aufprall auf das Wasser die manuelle Kontrolle über die Peregrine-Drohne und führte das Gerät sicher auf das Flugdeck der Fregatte HMS Lancaster.
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Diese Aktion brachte Hill eine bisher einmalige Auszeichnung ein: Er wurde der erste Drohnenoperator, der eine Green Endorsement erhielt – die höchste Sicherheitsauszeichnung, die vom Fleet Air Arm und der britischen Royal Air Force vergeben wird.

Der Vorfall ereignete sich am Ende einer etwa zweieinhalbstündigen Patrouille. Die Peregrine, eine rund drei Meter lange Überwachungsdrohne, flog im autonomen Modus in etwa 18 Metern Höhe unmittelbar achteraus der Fregatte, als es zu einem Computerfehler kam und das Luftfahrzeug rasch an Höhe verlor und auf das Meer zusteuerte.
„Sie sank sehr tief ab, auf ein bis zwei Fuß über der Wasseroberfläche. Eine Viertelsekunde später hätte sie das Meer berührt – und dann wäre es vorbei gewesen“, berichtete Hill, Flugkommandant des 700X Naval Air Squadron. Nach seinen Angaben war es notwendig, innerhalb von Sekunden die manuelle Steuerung zu übernehmen, die korrekte Befehlssequenz auszulösen und maximale Leistung aufzuschalten, um wieder Höhe zu gewinnen.
Nachdem er die Drohne stabilisiert hatte, gelang es Hill, sie manuell sicher auf dem Flugdeck des Schiffes zu landen. „Sobald ich eine sichere Höhe erreicht hatte, holte ich tief Luft und führte die manuelle Landung durch. Mit dem hohen Adrenalinspiegel war es am Ende einer meiner besten Landungen“, erklärte er.

Das Manöver wurde lediglich von zwei Ingenieuren des Geschwaders beobachtet, die den Landevorgang begleiteten und ebenfalls von dem plötzlichen Höhenverlust des Luftfahrzeugs überrascht wurden.
Peregrine ist die von der Royal Navy verwendete Bezeichnung für die militarisierte Version des S-100 Camcopter, der vom österreichischen Unternehmen Schiebel entwickelt wurde und mit zusätzlichen Sensoren und Systemen für maritime Einsätze ausgestattet ist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich die Drohne noch in der Phase der operativen Erprobung an Bord der HMS Lancaster.
Hill erhielt die Auszeichnung offiziell aus den Händen des Kommandeurs des Fleet Air Arm, Konteradmiral Anthony Rimington. In der Begründung wird hervorgehoben, dass der Vorfall zwar keine Gefahr für Menschenleben darstellte, jedoch ein erhebliches Risiko für ein hochwertiges Gerät sowie für die Einsatzfähigkeit der Marine bedeutete.
Laut dem Text zeigte der Offizier in der kritischen Situation „außergewöhnliche professionelle Kompetenz, große Aufmerksamkeit und extrem schnelle Reaktionen“.
Quelle und Bilder: Royal Navy. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
