Die USA verzeichnen 10 Todesfälle im Zusammenhang mit gefälschten Airbags chinesischen Ursprungs

USA melden 10 Todesfälle im Zusammenhang mit gefälschten Airbags chinesischer Herkunft
USA melden 10 Todesfälle im Zusammenhang mit gefälschten Airbags chinesischer Herkunft (Foto: Unsplash)

Die USA haben bereits mindestens 10 Todesfälle und 12 Unfälle im Zusammenhang mit der Verwendung gefälschter Airbags eines chinesischen Herstellers registriert.

Die Informationen stammen von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), der US-Behörde für Verkehrssicherheit, die eine Untersuchung zu Airbags durchgeführt hat, die von dem chinesischen Unternehmen Jilin Province Detiannuo Automobile Safety System (DTN) hergestellt wurden.

Laut der Behörde sind diese Airbags illegal in die Vereinigten Staaten gelangt, da sie im Land offiziell verboten sind. Es wird vermutet, dass unabhängige Werkstätten die Airbags gekauft haben, um Unfallfahrzeuge auszustatten, die repariert und anschließend auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiterverkauft wurden.

Die Untersuchung zeigt, dass die Airbags visuell nahezu identische Kopien der Originale sind und für etwa 100 US-Dollar verkauft wurden – deutlich unter dem Preis legitimer Teile. Trotz ihres Aussehens funktioniert ihre Technik völlig anders und gilt als Hauptursache für die Todesfälle.

Nach Angaben der NHTSA muss sich ein Airbag in weniger als 20 Millisekunden entfalten, um zu verhindern, dass Insassen gegen Lenkrad oder Armaturenbrett prallen. Bei den Fälschungen rissen die Luftsäcke während des Aufpralls aufgrund minderwertiger Materialien und schleuderten Metallfragmente in den Fahrzeuginnenraum.

„Diese Fälschungen werden häufig aus minderwertigen Materialien hergestellt und versagen eher, weil sie lediglich Nachahmungen der Ingenieurskunst sind, die in das echte Produkt einfließt“, sagte Bob Stewart, Vorsitzender des Automotive Anti-Counterfeiting Council und globaler Leiter für Markenschutz bei General Motors, im vergangenen Jahr gegenüber dem The Wall Street Journal.

In den untersuchten Fällen wurden Metallfragmente gegen Hals, Brust und Gesicht der Insassen geschleudert. Laut den Ermittlungen wären die Verletzungen mit echten Airbags lediglich oberflächlich gewesen und hätten kein Todesrisiko dargestellt.

Bislang wurden gefälschte Airbags in Fahrzeugen von Chevrolet und Hyundai gefunden, darunter Modelle wie Malibu und Sonata, doch Schätzungen zufolge könnten etwa 10.000 Fahrzeuge verschiedener Marken betroffen sein.

Die NHTSA rät nun Besitzern von Gebrauchtfahrzeugen, insbesondere solchen mit Unfallhistorie, zertifizierte Werkstätten aufzusuchen, um Inspektionen durchführen zu lassen. Werden gefälschte Airbags festgestellt, wird empfohlen, das Fahrzeug nicht weiter zu benutzen, bis sie durch Originalteile ersetzt wurden.

Foto: Unsplash. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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