
Die United States Navy hat sich zum Ziel gesetzt, dass ihre künftige Generation taktischer, trägergestützter Drohnen Ziele in einer Entfernung von mindestens 1.000 Seemeilen vom Schiff angreifen kann, ohne auf Luftbetankung angewiesen zu sein.
Die Anforderung ist Teil einer Informationsanfrage des Naval Air Systems Command (NAVAIR), das Vorschläge für den künftigen Air Wing of the Future (AWOTF) einholt, der aus bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen bestehen soll.
Die neuen Drohnen sollen eine Vielzahl von Missionen ausführen können, darunter die Bekämpfung von Überwasserzielen, Angriffe auf Landziele, U-Boot-Abwehr, Luftverteidigung, elektronische Kampfführung, Aufklärung, Nachrichtengewinnung, Mobilität und logistische Unterstützung.

Neben der großen Reichweite verlangt die Marine, dass die Entwürfe mit den Flugzeugträgern der Nimitz- und Ford-Klasse kompatibel sind, weniger Platz auf den Decks beanspruchen und in die bestehenden Kontrollsysteme für unbemannte Luftfahrzeuge integriert werden können.
Die Hersteller müssen außerdem Lösungen mit einem hohen Maß an Autonomie präsentieren, die Aufgaben wie Starts und Landungen auf Flugzeugträgern, Missionsänderungen während des Fluges, das Ausweichen vor Bedrohungen und sogar automatisierte Luftbetankung übernehmen können.

Der Vorschlag ist Teil der Bemühungen, die derzeitigen, auf Kampfflugzeugen der vierten Generation basierenden Trägergeschwader schrittweise durch eine Streitmacht aus Flugzeugen der fünften und sechsten Generation zu ersetzen, die gemeinsam mit Drohnen operieren.
Nach Angaben der Marine gilt die größere Reichweite angesichts der wachsenden Schiffsabwehrfähigkeiten potenzieller Gegner als entscheidend. Diese zwingen Flugzeugträger dazu, immer weiter entfernt von den Kampfgebieten zu operieren. Drohnen mit großer Ausdauer würden den Aktionsradius der Flugzeugträgerkampfgruppen erweitern, die Abhängigkeit von Tankflugzeugen verringern und die Überlebensfähigkeit in hochintensiven Konflikten erhöhen.
Die Anforderung nähert sich außerdem den Zielen an, die für die künftigen Kampfflugzeuge der sechsten Generation der Marine festgelegt wurden, und folgt ähnlichen Initiativen, die die US Air Force bereits für ihre neuen Kampfflugzeuge und kollaborativen Kampfdrohnen angekündigt hat.

Obwohl die MQ-25 Stingray die erste trägergestützte Drohne der neuen Generation ist und voraussichtlich bald in Dienst gestellt wird, definiert die Marine noch immer die Merkmale der künftigen Collaborative Combat Aircraft (CCA). Unternehmen wie Anduril, Boeing, General Atomics und Northrop Grumman entwickeln bereits Konzepte für diese Luftfahrzeuge, darunter Modelle, die von Flugzeugträgern und sogar von anderen Schiffen mit senkrechtem Start und senkrechter Landung eingesetzt werden können.
Die neue Informationsanfrage verdeutlicht, dass die Marine ihre Strategie noch weiter ausarbeitet. Sie hält jedoch an dem Ziel fest, dass künftig mehr als 60 Prozent der trägergestützten Luftfahrzeuge unbemannt sein sollen, wodurch die Reichweite und Kampffähigkeit der amerikanischen Marineverbände erheblich gesteigert würden.
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Quelle: The War Zone | Foto: U.S. Navy / DVIDS | Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft
