
Am selben Tag erreichte die brasilianische Marine zwei wichtige Meilensteine des U-Boot-Entwicklungsprogramms (PROSUB): die Taufe des U-Boots S43 Almirante Karam und die Indienststellung des S42 Tonelero, beide der Riachuelo-Klasse zugehörig.
Laut der brasilianischen Marine stellen die Übergabe eines neuen U-Boots und der Fortschritt beim Bau eines weiteren das direkte Ergebnis eines umfangreichen Technologiekooperationsprogramms mit europäischen Partnern dar, das es Brasilien ermöglicht hat, Hightech-U-Boote mit zunehmender industrieller Unabhängigkeit zu entwickeln.
+ Klicken Sie hier, um das Video anzusehen
Das S43 Almirante Karam ist das erste U-Boot der Riachuelo-Klasse, das vollständig in Brasilien von der Werft Itaguaí Construções Navais (ICN) gebaut wurde. Das neue Fahrzeug wird die Überwachungs-, Kontroll- und Verteidigungsfähigkeit entlang der weitläufigen brasilianischen Küste erheblich stärken und moderne Systeme integrieren, die für Marineoperationen unverzichtbar sind.

Riachuelo-Klasse: erweiterte Variante des Scorpène-Designs
Die Riachuelo-Klasse basiert auf der Scorpène-U-Boot-Familie der französischen Naval Group, wurde jedoch erheblich modifiziert: der Rumpf wurde um etwa fünf Meter verlängert, was größere Autonomie und operative Leistungsfähigkeit ermöglicht.
Die U-Boote sind ausgestattet mit:
- Besatzung: 8 Offiziere und 34 Matrosen
- Verdrängung unter Wasser: 2.000 Tonnen
- Einsatzsicherheit bis zu: 300 Meter Tiefe
- Geschwindigkeit: etwa 40 km/h
- Autonomie: 70 Tage
- Länge: fast 72 Meter
- Durchmesser: 6 Meter
Bewaffnung: schwere MBDA F21-Torpedos und SM39 Block 2 Mod 2 Exocet-Antischiffsraketen
Strukturelle Fortschritte des PROSUB
Das PROSUB wurde 2008 in Partnerschaft mit Frankreich ins Leben gerufen und brachte Brasilien strategische Fortschritte, darunter:
- Bau einer modernen Werft
- Einrichtung eines Marine-Stützpunkts für U-Boote
- Schaffung eines industriellen Produktionskomplexes
- Technologietransfer im großen Umfang
Einer der wichtigsten Erfolge war der Aufbau der maritimen Infrastruktur in Itaguaí (RJ), die heute ein Zentrum für die Entwicklung von U-Boot-Systemen ist.
Nächster Schritt: brasilianisches Atom-U-Boot
Mit der im Programm gewonnenen Erfahrung konzentriert die Marine nun ihre Anstrengungen auf die Entwicklung des atomgetriebenen U-Boots SN-10 Álvaro Alberto, dessen Stapellauf für 2034 geplant ist.
Strukturell basiert das Projekt auf dem französischen Scorpène, wird jedoch umfangreiche nationale Anpassungen enthalten. Das SN-10 soll über sechs 533-mm-Torpedorohre verfügen und in der Lage sein, sowohl Antischiffs- als auch Marschflugkörper einzusetzen — ein technologischer Fortschritt ohne historisches Beispiel in der brasilianischen Marinegeschichte.
Quelle und Bilder: Agência Marinha de Notícias. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
