
Japan hat sein erstes Kriegsschiff in die Vereinigten Staaten entsandt, um Modifikationen zu erhalten, die den Einsatz der Tomahawk-Marschflugkörper ermöglichen. Der Zerstörer Chōkai der Kongō-Klasse fuhr nach San Diego, nachdem erste Tests und eine Übung mit Übungsmunition in Yokosuka durchgeführt wurden.
Der Reorganisationsprozess und die Ausbildung der Besatzung sollen bis September 2026 abgeschlossen sein.
+ Zypern präsentiert Tamnava: serbisches modulares Langstreckenraketensystem
Am 26. September führte die Chōkai eine Übung zum Laden von inerten Tomahawk-Munitionen mit Unterstützung von US-Marinepersonal auf der Marinebasis Yokosuka durch. Laut dem japanischen Verteidigungsministerium zielte das Training darauf ab, „das Schiff mit den notwendigen Verfahren für den Tomahawk-Einsatz vertraut zu machen und das Sicherheitsmanagementsystem zu überprüfen“.

Kurz nach dieser Übung setzte der Zerstörer Kurs auf San Diego, Kalifornien, wo die physischen Änderungen am Schiff vorgenommen und die Ausbildung der Besatzung intensiviert werden, um die neue Fähigkeit zu nutzen.
Liefer- und Testplan
Laut dem veröffentlichten Zeitplan sollen die ersten Tomahawk-Raketen bis März 2026 nach Japan geliefert werden. Das gesamte Paket an Modifikationen und Schulungen soll bis September 2026 abgeschlossen sein, und die Chōkai soll im Sommer 2026 scharfe Schusstests durchführen.
Ein umfassendes Tomahawk-Programm
Dieser Schritt ist Teil des größten Lieferprogramms, das vom US-Außenministerium im November 2023 genehmigt wurde: 400 Tomahawk-Raketen im Wert von 2,35 Milliarden US-Dollar. Laut dem 2024 unterzeichneten Abkommen wird Japan 200 Systeme im Zusammenhang mit dem Tomahawk Block IV und 200 Tomahawk Block V All-Up Rounds erhalten.
Das Verteidigungsministerium bezeichnete die Anschaffung als Notkauf, der die nationale Entwicklung von Standoff-Raketen ergänzt. Im April unterzeichnete Japan außerdem einen Vertrag über 219 Millionen US-Dollar mit Mitsubishi zur Entwicklung einer Rakete mit einem ähnlichen Design wie die Tomahawk.
Integration in die gesamte Aegis-Flotte
Die japanische Maritime Selbstverteidigungsstreitkraft (JMSDF) plant, die Tomahawks in alle acht derzeit im Dienst befindlichen Aegis-Zerstörer zu integrieren — bestehend aus vier Einheiten der Kongō-Klasse, zwei der Atago-Klasse und zwei der Maya-Klasse — sowie zwei im Bau befindliche Aegis-Zerstörer mit Tomahawk-Startfähigkeit auszustatten.
Was der Tomahawk Block V bietet

Der Tomahawk Block V ist ein weitreichender Marschflugkörper für Angriffe auf Landziele mit modernen Präzisionsfähigkeiten. Mit einer Reichweite von über 1.600 km kann er Landziele treffen und ist in seiner endgültigen Version auch gegen Seeziele wirksam.
Zu den wichtigsten Merkmalen gehören GPS-unterstützte Steuerung, ein Multimode-Suchkopf, geringe Radarsignatur und die Möglichkeit, den Flugplan während der Mission zu aktualisieren, wodurch eine Umlenkung auf neue Ziele möglich ist.
Quelle und Bilder: JMSDF. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
