Ukraine behauptet, russischen Mi-28-Hubschrauber mit einer Shrike-10-FPV-Drohne abgeschossen zu haben

Ukraine behauptet, russischen Mi-28-Hubschrauber mit einer Shrike-10-FPV-Drohne abgeschossen zu haben. Foto: Wiedergabe Telegram @robert_magyar
Ukraine behauptet, russischen Mi-28-Hubschrauber mit einer Shrike-10-FPV-Drohne abgeschossen zu haben. Foto: Wiedergabe Telegram @robert_magyar

Die Ukraine behauptet, bei einem Einsatz in der Region Belgorod auf russischem Staatsgebiet einen russischen Kampfhubschrauber des Typs Mi-28N mithilfe einer Shrike-10-FPV-Drohne getroffen und abgeschossen zu haben.

Der Angriff ereignete sich am 15. Juli in der Nähe der Ortschaft Vyazove und soll von Bedienern der 427. selbstständigen Brigade für unbemannte Systeme „Rarog“ durchgeführt worden sein. Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert „Magyar“ Brovdi, veröffentlichte Aufnahmen, die den Moment zeigen, in dem sich die kleine Drohne dem russischen Luftfahrzeug nähert.

In dem von den ukrainischen Streitkräften veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die FPV-Drohne zunächst ungefähr auf der Flughöhe des Hubschraubers fliegt, anschließend an Höhe gewinnt und den oberen Teil des Luftfahrzeugs trifft. Ukrainische Militärbehörden erklärten, die Mi-28 sei nach dem Treffer abgestürzt, obwohl die veröffentlichten Aufnahmen das Wrack am Boden nicht eindeutig zeigen.

Shrike-FPV-Angriffsdrohne. Foto: SkyFall
Shrike-FPV-Angriffsdrohne. Foto: SkyFall

Die Aufnahmen bestätigen daher visuell, dass der Hubschrauber von der Drohne getroffen wurde. Sie ermöglichen jedoch bislang keine unabhängige Überprüfung des Schadensausmaßes oder des endgültigen Verlusts des Luftfahrzeugs. Russische Behörden haben bisher keine ausführliche öffentliche Darstellung des Vorfalls vorgelegt.

Nach Angaben des ukrainischen Herstellers SkyFall handelte es sich bei dem eingesetzten Gerät um eine Shrike 10, ein für Angriffsmissionen entwickeltes FPV-Modell. Das Unternehmen schätzt die Kosten pro Einheit auf weniger als 400 US-Dollar. Der Wert einer Mi-28 kann je nach Version und Konfiguration dagegen zwischen rund 18 und 19 Millionen US-Dollar liegen.

Die Mi-28 ist in Russland als „Nachtjäger“ bekannt und trägt bei der NATO die Bezeichnung Havoc. Der Kampfhubschrauber ist mit einer automatischen 30-Millimeter-Kanone, Raketen und verschiedenen Arten von Lenkflugkörpern ausgerüstet. Das Luftfahrzeug wurde hauptsächlich für Einsätze gegen gepanzerte Fahrzeuge, Bodenstellungen und andere Ziele auf dem Schlachtfeld entwickelt.

Mil Mi-28N der russischen Luftstreitkräfte
Mil Mi-28N der russischen Luftstreitkräfte

Ein Luftfahrzeug dieser Größe mit einer FPV-Drohne abzufangen, stellt eine wesentlich größere Herausforderung dar als der Angriff auf ein Bodenziel. Der Bediener muss ein sich schnell bewegendes Objekt verfolgen, das seine Richtung, Geschwindigkeit und Flughöhe ständig verändern kann.

Noch komplexer wird der Einsatz, wenn er hinter der Frontlinie stattfindet, wo die Kommunikationsreichweite begrenzt sein kann und Systeme zur elektronischen Kriegsführung die Steuerung und Bildübertragung stören können. In einem solchen Szenario ist das verfügbare Zeitfenster, um den Hubschrauber zu orten, zu verfolgen und zu erreichen, in der Regel äußerst kurz.

Sollte die Zerstörung der Mi-28 bestätigt werden, würde der Vorfall eine wichtige Veränderung im Luftkrieg unterstreichen: Relativ einfache und kostengünstige Drohnen werden nicht mehr nur gegen Bodenziele eingesetzt, sondern beginnen auch, eine Bedrohung für in niedriger Höhe operierende Hubschrauber darzustellen.

SkyFall zufolge war dies das zweite Mal während des Konflikts, dass eine Drohne aus der Shrike-Familie einen russischen Hubschrauber traf. Im September 2025 soll ein ähnliches Modell gegen eine Mi-8 eingesetzt worden sein, ebenfalls während des Fluges.

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Quelle: Ukrainische Streitkräfte für unbemannte Systeme, 427. Brigade „Rarog“, SkyFall und Militarnyi. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft

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