
Teledyne FLIR Defense hat auf der Eurosatory in Paris das System Black Recon vorgestellt – ein autonomes Mikrodrohnensystem, das für den integrierten Einsatz mit Militärfahrzeugen, stationären Einrichtungen und Sicherheitsplattformen entwickelt wurde. Ziel ist es, Besatzungen das Starten, Steuern, Bergen und Wiederaufladen von Drohnen zu ermöglichen, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Gleichzeitig wird die Sicht auf das Einsatzgebiet erweitert und das Risiko für die Insassen bei gefährlichen Missionen reduziert.
Das System wurde als eine Art „fliegendes Auge“ an Bord konzipiert. Anstatt auf ein externes Team oder einen außerhalb des Fahrzeugs befindlichen Bediener angewiesen zu sein, kann Black Recon bis zu drei Mikro-UAVs im Rotationsbetrieb einsetzen und so eine nahezu kontinuierliche Überwachung gewährleisten. Während eine Drohne in der Luft ist, kann eine zweite geladen werden und eine dritte für die nächste Mission bereitstehen.

Dies verdeutlicht einen wachsenden Trend im Bereich militärischer Fahrzeuge: die direkte Integration von Sensoren, Drohnen und autonomen Systemen in bodengebundene Plattformen. In der Praxis erhalten gepanzerte Fahrzeuge, taktische Fahrzeuge und feste Stellungen dadurch eigene Luftaufklärungskapazitäten, was die Entscheidungsfindung im Einsatz beschleunigen und den Schutz der Besatzung verbessern kann.
Zu den angekündigten Funktionen gehören Wärmebild- und Tageslichtkameras für Echtzeitaufnahmen, der Betrieb in Umgebungen mit gestörtem oder nicht verfügbarem GPS-Signal, visuell-inertiale Navigation sowie Missionen im Funkstille-Modus ohne Abhängigkeit von Funkverbindungen. Jede Drohne wiegt weniger als 450 Gramm, kann 50 bis 60 Minuten fliegen und Geschwindigkeiten von bis zu 25 m/s erreichen.
Die Drohnen werden nicht einfach gestartet und anschließend aufgegeben. Sie kehren automatisch zum im Fahrzeug installierten Modul zurück, werden dort aufgenommen, gekoppelt und wieder aufgeladen, sodass sie unmittelbar für den nächsten Einsatz bereitstehen. Dieser Zyklus ermöglicht eine länger andauernde Luftüberwachung bei Tag und Nacht.

Das System ist kompakt und für die Installation als Fahrzeugmodul ausgelegt. Dadurch entsteht eine unauffällige Aufklärungslösung, die die Sichtreichweite der Besatzung erheblich erweitert.
Es handelt sich um die nächste Evolutionsstufe tragbarer Aufklärungsdrohnen. Anstatt dass ein Soldat eine kleine Drohne manuell startet, verfügt das Fahrzeug selbst über eine automatisierte „Garage“ für Mikrodrohnen mit integriertem Start-, Rückkehr- und Ladesystem.
Obwohl Black Recon für militärische Zwecke entwickelt wurde, kann das System auch in der öffentlichen Sicherheit, bei Grenzüberwachungsaufgaben, beim Schutz kritischer Infrastrukturen, in maritimen Operationen sowie bei schnellen Einsätzen in schwer zugänglichen Gebieten eingesetzt werden. Die modulare Architektur ermöglicht zudem die spätere Integration weiterer Nutzlasten, etwa CBRN-Sensoren zur Erkennung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Bedrohungen.
Nach Angaben von Teledyne FLIR Defense kann Black Recon bereits bestellt werden. Die ersten Auslieferungen sollen 2027 beginnen.
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Quelle und Bilder: Teledyne FLIR Defense. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
