Studien warnen, dass SUVs und Pick-ups das Risiko von Unfällen aufgrund reduzierter Frontsicht erhöhen

Studien warnen, dass SUVs und Pickups das Risiko von Fußgängerunfällen aufgrund reduzierter Sicht vorn erhöhen
Studien warnen, dass SUVs und Pickups das Risiko von Fußgängerunfällen aufgrund reduzierter Sicht vorn erhöhen (Ihnatsi Yfull – Unsplash)

Die Sichtbarkeit von Fahrzeugen nach vorne hat in den letzten Jahrzehnten drastisch abgenommen, was Fußgänger, Radfahrer und insbesondere kleine Kinder gefährdet.

Neueste Studien zeigen, dass die Entwicklung des Fahrzeugdesigns in Verbindung mit dem Streben nach größerer Robustheit und struktureller Sicherheit das Sichtfeld der Fahrer beeinträchtigt hat. Eine neue Technik, die vom Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) entwickelt wurde, zeigte, dass in vielen beliebten Modellen wie dem Honda CR-V, dem Ford F-150 und dem Chevrolet Suburban der sichtbare Bereich vor dem Auto seit den 1990er Jahren erheblich verringert wurde. In einigen Fällen fiel die Sichtbarkeit von 68 % auf nur noch 28 %.

Forscher des US-Verkehrsministeriums verwendeten diese Methodik, um aufeinanderfolgende Fahrzeuggenerationen, die zwischen 1997 und 2023 produziert wurden, zu bewerten. Die Studie zeigte, dass das Anheben der Motorhaube und das Verbreitern der vorderen Säulen (A-Säulen) die Hauptfaktoren für die Verschlechterung der Sichtbarkeit sind.

Das Problem verschärft sich bei SUVs und Pickups, deren großzügige Abmessungen und erhöhte Fronthöhe es den Fahrern erschweren, klar zu sehen, was sich direkt vor dem Fahrzeug befindet, selbst auf kurzen Distanzen. Trotz der Einführung von Technologien wie Kameras und Sensoren bleiben physische Hindernisse für die Sicht bestehen.

In Europa zeigte eine Untersuchung der Loughborough University in Zusammenarbeit mit der Organisation Transport & Environment (T&E), dass das Design dieser Fahrzeuge eine reale Bedrohung für Kinder darstellt. Da viele Kinder kleiner als 1,2 Meter sind, sind sie im Sichtbereich von Fahrzeugmodellen wie dem RAM TRX oder dem Land Rover Defender unsichtbar. Im Gegensatz dazu bieten kleinere Autos wie Kompaktwagen ein viel breiteres und sichereres Sichtfeld. Laut T&E wird etwa ein Drittel der 430 Kinder, die jährlich bei Verkehrsunfällen in Europa sterben, von großen Fahrzeugen bei niedrigen Geschwindigkeiten überfahren.

Angesichts dieser Situation fordert die Organisation die Europäische Union auf, bis 2027 neue Vorschriften einzuführen. Zu den Vorschlägen gehört eine gesetzliche Begrenzung der Motorhaubenhöhe auf 85 cm bei neuen Fahrzeugen sowie die obligatorische Durchführung von Tests zur Sichtbarkeit von Kindern in realen Situationen.

Obwohl die Hersteller die aktuellen Vorschriften einhalten und ihre Fahrzeuge mit Sicherheitstechnologien ausstatten, argumentieren Experten, dass Risikoprävention mit den Grundlagen beginnt: Sicherzustellen, dass der Fahrer sehen kann, was direkt vor seinen Augen ist.

Quelle: Olhar Digital / Car and Drive | Foto: Unsplash | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft

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