
Nach fast zwei Jahrzehnten Einsatz hat die Royal Air Force (RAF) Großbritanniens den letzten Flug ihrer MQ-9 Reaper-Drohne angekündigt und damit offiziell 18 Jahre aktiven Dienst beendet.
Der Reaper wurde im Oktober 2007 in die britische Flotte aufgenommen, mit der ursprünglichen Mission, die britischen Streitkräfte in Afghanistan dringend zu unterstützen. Seitdem hat er über 173.000 Flugstunden in Kampfeinsätzen, hauptsächlich im Nahen Osten, im Rahmen der Operation Shader gegen die Terrororganisation ISIS im Irak und in Syrien absolviert.
Betriebliche Hinterlassenschaft
Air Marshal Garv Smith, Chief of the Air Staff der RAF, hob die historische Bedeutung des Systems hervor:
„In den letzten 18 Jahren war das ferngesteuerte Flugzeugsystem Reaper das Rückgrat der Operationen der Royal Air Force im Nahen Osten. Seine Fähigkeiten waren entscheidend für die Unterstützung britischer und Koalitionskräfte und haben unsere Fähigkeit zu fliegen und zu kämpfen erheblich gesteigert. Angesichts der beeindruckenden Anzahl gesammelter operativer Flugstunden bin ich extrem stolz auf das gesamte Personal, das über die Jahre am Betrieb dieses Systems beteiligt war.“
Der Reaper war an entscheidenden Überwachungs-, Aufklärungs- und Präzisionsangriffsoperationen beteiligt und hat sich als eine der zentralen Komponenten der modernen britischen Kriegsführung gegen den Terrorismus etabliert.
Zukunft: MQ-9B Protector RG1

Das britische Verteidigungsministerium plant bereits, die Flotte von zehn MQ-9A Reaper-Drohnen durch 16 Einheiten des MQ-9B Protector RG1 zu ersetzen, eine fortschrittlichere Version, die auf dem amerikanischen MQ-9B SkyGuardian basiert.
Der erste Protector wurde im Oktober 2023 geliefert, und der Einführungsprozess soll bis 2025 abgeschlossen sein. Im Februar 2025 durchlief die Drohne eine entscheidende Phase von Flugtests, was den Beginn ihrer vollen operativen Integration markierte.
Zu den Neuerungen des Modells gehören das integrierte Waffensystem von BAE Systems, das den Einsatz von Paveway-IV-Präzisionsbomben und Brimstone-2-Raketen ermöglicht, sowie eine größere Vielseitigkeit für den Einsatz sowohl in militärischen Missionen als auch in zivilen Anwendungen wie Überwachung und Notfallmanagement.
Quelle und Bilder: RAF. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
