
Belgien hat seinen ersten Airbus H145M in Dienst gestellt und damit den Beginn einer umfassenden Modernisierung der Hubschrauberflotte eingeleitet, die von den Streitkräften und Sicherheitsbehörden des Landes genutzt wird.
Der Hubschrauber wurde von Airbus Helicopters in Donauwörth ausgeliefert und ist Teil eines Vertrags, der 2024 über die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) abgeschlossen wurde. Das Paket umfasst Hubschrauber für die belgischen Streitkräfte sowie die Föderale Polizei. Nach der jüngsten Bestellung von drei weiteren Maschinen umfasst Belgiens Gesamtauftrag nun 20 Hubschrauber.

Warum ist das wichtig? Weil der H145M nicht nur ein moderner Ersatz für ältere Hubschrauber ist. Er steht für einen grundlegenden Konzeptwechsel: Anstatt hoch spezialisierte Hubschrauber einzusetzen, setzt Belgien künftig auf eine leichte, zweimotorige und modulare Plattform, die mit derselben mechanischen und elektronischen Basis unterschiedlichste Missionen erfüllen kann.
In der Praxis kann der H145M für den Truppentransport, die Unterstützung von Spezialeinsätzen, Evakuierungen, Außenlasttransporte, Überwachungsaufgaben, Polizeieinsätze und – in militärischer Konfiguration – für leichte bewaffnete Unterstützung eingesetzt werden. Genau diese Vielseitigkeit erklärt das wachsende Interesse an diesem Modell in Europa.

Eine der bemerkenswertesten technischen Eigenschaften ist die schnelle Umrüstbarkeit. Laut Airbus kann der Hubschrauber innerhalb weniger Minuten für unterschiedliche Einsatzprofile konfiguriert werden – von leichter bewaffneter Unterstützung bis hin zu einer Version für Spezialeinsätze mit Fast-Rope-System, Seilwinde und Außenlasttransport.
Optisch fällt vor allem die kompakte Bauweise des H145M auf. Er besitzt nicht die einschüchternde Erscheinung eines schweren Kampfhubschraubers, doch gerade diese unauffälligere Silhouette unterstreicht sein Konzept: ein leichter, wendiger und flexibler Hubschrauber, der militärische und sicherheitsrelevante Missionen durchführen kann, ohne die umfangreiche Infrastruktur größerer Modelle zu benötigen.

Für den allgemeinen Leser ist es wichtig zu wissen, dass der H145M die militärische Version des H145 ist – eines zweimotorigen Hubschraubers, der bereits weltweit bei zivilen Einsätzen, Polizeimissionen und Rettungsdiensten eingesetzt wird. Die H145-Familie hat weltweit mehr als 8,5 Millionen Flugstunden absolviert, was auf eine ausgereifte Plattform mit umfangreicher Erfahrung in Wartung, Ausbildung und Zuverlässigkeit hinweist.
Belgien reiht sich damit in eine Gruppe von Betreibern ein, zu der bereits Deutschland, Ungarn, Serbien, Luxemburg, Thailand, Ecuador und Honduras gehören. In den Vereinigten Staaten wird die H145-Familie von der US-Armee unter der Bezeichnung UH-72 Lakota eingesetzt. Dort befinden sich nahezu 500 Maschinen im Dienst.
Der neue belgische Hubschrauber ist mit zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken, einer digitalen FADEC-Triebwerkssteuerung und dem Helionix-Avioniksystem ausgestattet, das einen Vier-Achsen-Autopiloten umfasst. Dieses System reduziert die Arbeitsbelastung der Piloten insbesondere bei langen Einsätzen, Nachtflügen oder Missionen in anspruchsvollen Umgebungen.

Die Indienststellung des ersten H145M hat auch symbolische Bedeutung für die belgische Militärluftfahrt. Das belgische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bis 2027 insgesamt 15 Hubschrauber ausgeliefert werden, um die seit den 1990er-Jahren eingesetzten Agusta A109 schrittweise zu ersetzen. Dieser Austausch steht nicht nur für die Modernisierung der Flotte, sondern auch für eine neue Strategie beim Einsatz von Hubschraubern in nationalen und internationalen Missionen.
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Quelle und Bilder: Belgian Defence und Airbus Helicopters | Wikimedia. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
