
Die NATO mobilisierte die größte alliierte Luftmachtpräsenz des Jahres in zwei Trainingsmissionen zwischen den baltischen Staaten und Rumänien.
Die NATO führte am 4. und 5. März 2026 eine groß angelegte militärische Luftübung durch, an der Streitkräfte mehrerer alliierter Länder entlang der östlichen Flanke des Bündnisses teilnahmen. Die Operationen waren Teil der Initiative Eastern Sentry, die vom Allied Air Command (AIRCOM) geleitet wird und darauf abzielt, die Luftverteidigung zu stärken und die gemeinsame Reaktionsfähigkeit gegenüber möglichen Bedrohungen zu demonstrieren.
Laut der Allianz handelt es sich um die größte Zusammenarbeit alliierter Luftstreitkräfte des Jahres im Rahmen von Flexible Deterrent Option (FDO)-Operationen – sorgfältig geplante Abschreckungsaktivitäten, die Einheit und militärische Einsatzbereitschaft demonstrieren sollen.

C-A2AD-Training in Rumänien
Die erste Mission fand am 4. März in der Nähe der Luftwaffenbasis Mihail Kogălniceanu in Rumänien statt. Die Übung konzentrierte sich auf Counter Anti-Access/Area Denial (C-A2AD)-Operationen, die darauf abzielen, alliierte Kräfte darauf vorzubereiten, feindliche Luftverteidigungssysteme zu neutralisieren und die Freiheit der Operation im Luftraum sicherzustellen.
An der Mission nahmen teil:
- Kampfflugzeuge Mirage 2000D aus Frankreich
- Eurofighter Typhoon aus Deutschland
- F/A-18 Hornet aus Spanien
- F-16 aus Rumänien
Deutschland unterhält derzeit ein Detachement auf der rumänischen Basis zur Unterstützung der Mission der verstärkten NATO-Luftpolizei, während Spanien den Standort nutzt, um das Konzept Agile Combat Employment (ACE) zu trainieren, das flexiblere und stärker verteilte Luftoperationen vorsieht.

Die Mission umfasste auch Unterstützungsflugzeuge, darunter ein französischer A330 MRTT und ein spanischer A400M, die für Luftbetankung konfiguriert waren. Rumänische Bodensysteme nahmen ebenfalls teil und lieferten realistische Bedrohungsszenarien.
Die gesamte Operation wurde vom Combined Air Operations Centre (CAOC) der NATO in Torrejón, Spanien, koordiniert.
Multidomain-Übung im Baltikum
Am folgenden Tag, dem 5. März, verlagerte sich der Schwerpunkt der Operationen nach Nordeuropa und umfasste die Region von der Ostsee bis nach Finnland. Die Übung nutzte das Konzept F2T2 (Find, Fix, Track and Target), bei dem ein Ziel in einer komplexen Einsatzumgebung lokalisiert, identifiziert, verfolgt und bekämpft wird.
Die Mission vereinte militärische Mittel aus acht NATO-Ländern und integrierte Fähigkeiten aus verschiedenen Bereichen:
- Luftstreitkräfte
- Bodensysteme
- Cyberfähigkeiten
- Weltraumressourcen
Zu den eingesetzten Mitteln gehörten:
- Kampfflugzeuge Mirage 2000D aus Frankreich
- F/A-18 Hornet aus Finnland
- Luftbetankungsflugzeuge A330 MRTT aus Frankreich und der multinationalen MRTT-Einheit

Luft- und Gefechtsführungszentren aus Polen, Estland und Finnland stellten die bodengestützte Führung und Kontrolle bereit, während bodengebundene Luftverteidigungssysteme aus Estland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ebenfalls am Training teilnahmen.
Das Canadian Joint Operations Command unterstützte mit Fähigkeiten in den Bereichen Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (ISR).
Diese Mission wurde vom NATO-CAOC in Uedem, Deutschland, koordiniert, das für die Kontrolle des Luftraums in der nördlichen Region verantwortlich ist.
Neue Luftverteidigungsstrategie der NATO
Die Initiative Eastern Sentry ist Teil der erweiterten Überwachungsaktivität der NATO, bekannt als enhanced Vigilance Activity (eVA), und stellt ein neues Modell der Luftverteidigung für das Bündnis dar.
Anstatt ausschließlich auf feste Basen oder permanente Patrouillen zu setzen, basiert das Konzept auf einer dynamischen und verteilten Einsatzhaltung, die es Luftstreitkräften ermöglicht, sich schnell entlang der gesamten Ostflanke zu bewegen – von den baltischen Staaten und Polen bis zum Schwarzen Meer.
Nach Angaben der NATO erhöht dieser Ansatz das Lagebewusstsein, verbessert die Koordination zwischen den Verbündeten und stärkt die Fähigkeit, schnell auf aufkommende Bedrohungen zu reagieren.
Die beiden im März durchgeführten Missionen hatten folgende Hauptziele:
- die Interoperabilität zwischen den alliierten Streitkräften zu erhöhen
- taktische und operative Verfahren zu verbessern
- Multidomain-Operationen in komplexen Szenarien zu integrieren
Damit will das Bündnis seine Luft- und Raketenabwehr stärken und den kontinuierlichen Schutz des Luftraums der Mitgliedstaaten gewährleisten.
Quelle und Bilder: NATO. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
