
Das deutsche Projekt „Gepanzerte Pioniermaschine“, das ins Leben gerufen wurde, um einen Teil der älteren Pionierpanzer Dachs der Bundeswehr zu ersetzen, könnte 2026 mit der Lieferung der ersten beiden Nachweismuster des modernisierten AEV3 Kodiak vorankommen.
Nach Informationen, die das deutsche Verteidigungsministerium und Rheinmetall gegenüber dem Fachportal hartpunkt bestätigt haben, sollen die beiden Fahrzeuge in der zweiten Jahreshälfte 2026 für Tests ausgeliefert werden. Der Hersteller rechnet mit einer Übergabe an die Wehrtechnische Dienststelle 41 im europäischen Sommer, möglicherweise noch vor Beginn der Ferienzeit.
Der Zeitplan des Programms wurde bereits mehrfach verschoben, seit die Ausschreibung im November 2019 durch das Beschaffungsamt der Bundeswehr, das BAAINBw, veröffentlicht wurde. Ursprünglich wurde erwartet, dass die Nachweismuster ab 2023 geliefert werden, die Nutzung bis 2025 genehmigt wird und die ersten Systeme 2026 bei der Truppe eintreffen.

Das deutsche Verteidigungsministerium teilte mit, dass die jüngste Anpassung des Zeitplans darauf zurückzuführen sei, dass bestimmte vom Auftragnehmer vorgesehene Leistungen noch nicht ausreichend erbracht worden seien. Rheinmetall erklärte seinerseits, dass die Fahrzeuge zunächst eine Testphase für Mobilität und pioniertechnische Fähigkeiten durchlaufen sollen, gefolgt von einer taktisch-operativen Bewertung.
Der Vertrag mit der Rheinmetall Landsysteme GmbH wurde im Mai 2021 unterzeichnet und sieht die Herstellung und Lieferung von 44 Pionierpanzern Kodiak für rund 295 Millionen Euro vor. Das Paket umfasst außerdem Ausbildung, Ausrüstung, erste Ersatzteile und Spezialwerkzeuge. Für das Projekt stellte die Bundeswehr 44 Leopard-2A4-Fahrgestelle zur Verfügung.

Im Wettbewerb präsentierte Rheinmetall eine modernisierte Version des Kodiak, während die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mit dem WiSENT 2 in der Konfiguration eines gepanzerten Pionierfahrzeugs teilnahm. Am Ende wurde das Angebot von Rheinmetall ausgewählt.
Der ursprüngliche Zeitplan sah die Ankunft von fünf Serienfahrzeugen im Jahr 2026 vor, gefolgt von 14 weiteren im Jahr 2027, 17 im Jahr 2028 und den letzten sechs im Jahr 2029. Durch die aufgelaufenen Verzögerungen liegt das Programm etwa drei Jahre hinter der ursprünglichen Planung zurück. Noch ist unklar, ob ein Teil dieses Rückstands während der Serienproduktion aufgeholt werden kann.
Der AEV3 Kodiak ist ein gepanzertes Pionierfahrzeug der dritten Generation auf Basis des Fahrgestells des Leopard 2. Er wurde für Einsätze zur Unterstützung von Pioniertruppen, zum Öffnen und Räumen von Hindernissen, zum Anlegen von Sperren sowie für Arbeiten in schwer zugänglichen Gebieten entwickelt, während die Besatzung beim Wechsel und Einsatz von Spezialwerkzeugen geschützt bleibt.
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Nach Angaben von Rheinmetall wurde der Kodiak entwickelt, um ein hohes Maß an Schutz, Mobilität und Interoperabilität mit anderen bereits von der Bundeswehr genutzten Fahrzeugen zu bieten, darunter das gepanzerte Bergefahrzeug Büffel BPz3. Das Unternehmen betont, dass die Plattform sowohl bei militärischen Operationen als auch in Notfall- und Katastrophensituationen eingesetzt werden kann.
Quelle: hartpunkt, Rheinmetall und BMVg. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
