Ukraine stellt schwere satellitengesteuerte Drohne mit globaler Reichweite vor

Adis. Foto: Martyn Tech
Adis. Foto: Martyn Tech

Das ukrainische Unternehmen Martyn Tech hat die Adis vorgestellt, eine neue schwere Drohne mit vier Rotoren, die für den Betrieb über Satellitenkommunikation entwickelt wurde.

Laut der Website Defence Blog besteht die wichtigste Neuerung des Systems darin, dass es von Bedienern gesteuert werden kann, die sich überall auf der Welt befinden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Piloten in der Nähe des Kampfgebiets einzusetzen.

Nach Angaben des Herstellers wurde die Adis als Reaktion auf die Anforderungen ukrainischer Einheiten entwickelt, die mit zunehmenden Einschränkungen herkömmlicher Funksteuerungssysteme konfrontiert sind, insbesondere in Umgebungen mit elektronischer Kampfführung (EW).

Adis. Foto: Martyn Tech
Adis. Foto: Martyn Tech

Die Drohne kann bis zu 10 Kilogramm Nutzlast transportieren und in einem Kampfradius von etwa 20 Kilometern operieren. Zu den vorgesehenen Missionen gehören Präzisionsangriffe, das ferngesteuerte Ausbringen von Minen und der Transport von Nachschub zu Truppen in vorgeschobenen Stellungen.

Laut Martyn Tech hat das System bereits den für die Beschaffung durch die ukrainischen Streitkräfte erforderlichen Codierungsprozess abgeschlossen. Der Name „Adis“ ehrt einen Soldaten der 72. mechanisierten Brigade der Ukraine, der 2022 im Kampf getötet wurde.

Adis. Foto: Martyn Tech
Adis. Foto: Martyn Tech

„Adis ist nicht nur eine neue Drohne, sondern die logische Weiterentwicklung unserer Produktlinie. Sie wurde als direkte Antwort auf Anfragen von der Front entwickelt, um komplexe Angriffs-, Minenlege- und Logistikmissionen unter Bedingungen mit begrenztem Funkhorizont durchzuführen“, sagte Illia Samoshkin, Leiter von Martyn Tech.

„Die Drohne wurde außerdem in Kampfszenarien integriert, die dem Feind kritische Verluste zufügen werden. Darüber können wir jedoch erst nach unserem Sieg sprechen.“

Die Vorstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine weiter in den Ausbau ihrer unbemannten Fähigkeiten investiert. Experten zufolge könnte die Einführung der Steuerung per Satellit einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Drohnenkriegsführung darstellen, da sie die Verwundbarkeit der Bediener verringert und die Flexibilität für Langstreckenmissionen in stark umkämpften Umgebungen erhöht.

Fotos: Martyn Tech. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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