
Der internationale Markt für Sammlerfahrzeuge verzeichnete im Jahr 2025 ein zurückhaltendes Ergebnis und bestätigte damit endgültig das Ende des Nach-Pandemie-Booms.
Dennoch zeigten bestimmte Segmente – insbesondere moderne Klassiker, historische Hot Hatches und Turbomodelle der 1980er und 1990er Jahre – ein deutliches Wachstum, wie neue Daten von Hagerty zeigen, das weltweit die Werte von 3.000 Modellen über seinen Price Guide verfolgt, eine der angesehensten Referenzen der Branche.
John Mayhead, Herausgeber des Hagerty UK Price Guide, fasst die Lage zusammen: „2025 war im Großen und Ganzen eine Fortsetzung dessen, was wir Ende 2024 gesehen haben. Die Käufer sind vorsichtiger, und bei fast 80 Prozent der Fahrzeuge blieben die Werte stabil oder gingen zurück. Aber einige Bereiche des Marktes bleiben stark und ziehen weiterhin großes Interesse auf sich.“
Moderne Klassiker boomen dank hoher Nachfrage nach Hot Hatches und Turbofahrzeugen
Die Hagerty-UK-Indizes zeigen, dass die größten Highlights des Jahres unter den modernen Klassikern zu finden sind, angetrieben von Nostalgie und dem wachsenden Interesse der RADwood-Community. Legendäre Hot Hatches steigen erneut im Preis, was das Kaufverhalten von Sammlern widerspiegelt, die heute die Fahrzeuge suchen, die sie in ihrer Jugend bewundert haben.

Modelle mit steigenden Werten:
- Ford Escort RS Turbo Mk III (1985–1986): Wertsteigerung von 23 Prozent.
- Renault 5 GT Turbo (1986–1991): Anstieg um 7,5 Prozent, möglicherweise beeinflusst durch die Einführung des neuen elektrischen Renault 5.
- Volkswagen Golf GTi Mk 1 1600 (1975–1984): Anstieg um 6 Prozent.
Diese Entwicklung bestätigt erneut, dass Hot Hatches ein attraktives Einstiegssegment für neue Sammler darstellen und ihre Bedeutung im modernen Markt weiter wächst.

Hochwertige Auktionen erzielen Millionenrekorde
Trotz der allgemeinen Abschwächung verzeichnete 2025 außergewöhnlich starke Verkäufe im obersten Marktsegment:
Mercedes-Benz W196R Stromlinienwagen (1954) – von RM Sotheby’s für über 45,1 Millionen Pfund verkauft, der zweithöchste jemals erzielte Preis bei einer Autoauktion.
- Ferrari 250 LM (1964) – 30,8 Millionen Pfund.
- Ferrari Daytona SP3 (2025) – 19,9 Millionen Pfund, das teuerste neue Auto des Jahres.
- Gordon Murray S1 LM – 15,7 Millionen Pfund in Las Vegas.
- McLaren F1 mit Hochabtriebskit – Rekord von 25,3 Millionen US-Dollar in Abu Dhabi.
Ferrari dominierte erneut die Hälfte der Top 10 und bestätigte damit die dauerhafte Stärke der Marke im ultrahochpreisigen Segment.
Die USA bleiben führend, aber die teuersten Verkäufe des Jahres kamen aus Europa
Traditionell der wichtigste Schauplatz für Eliteauktionen, blieben die Vereinigten Staaten auch 2025 ein zentraler Markt für Hochwerttransaktionen. Doch die beiden teuersten Verkäufe des Jahres fanden in Europa statt.
Im Vereinigten Königreich stellt sich die Lage schwieriger dar: Premiumauktionen verzeichnen rückläufige Ergebnisse, und die Auktion Goodwood Revival von Bonhams meldete das niedrigste Gesamtergebnis seit 2016.
Experten führen dies auf die Post-Brexit-Komplexität und das nachlassende Vertrauen internationaler Käufer zurück.
Ein weniger aufgeblähter und gesünderer Markt
Trotz weit verbreiteter Rückgänge betonen Analysten, dass dies keine Krise darstellt, sondern eine Normalisierung nach Jahren überhöhter Preise im Zuge der Covid-Periode.
„Die besten Fahrzeuge bleiben gefragt, aber wirtschaftliche Unsicherheit hat Verkäufe und Exporte beeinflusst“, erklärt Mayhead. „Ältere britische Klassiker haben an Dynamik verloren, während einige jüngere Modelle weiter steigen. Aber es gibt keinen Zusammenbruch – nur eine gesunde Rückkehr zu realistischen Marktwerten, was für Enthusiasten und neue Käufer positiv ist.“
Quelle: Hagerty International. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
