Katarische Boeing 747-8 könnte bereits in diesem Sommer als vorläufige Air Force One eingesetzt werden

Darstellung der US-Luftwaffe der VC-25B mit einer während der ersten Amtszeit von Präsident Trump vorgeschlagenen modifizierten Lackierung. Foto: United States Air Force
Darstellung der US-Luftwaffe der VC-25B mit einer während der ersten Amtszeit von Präsident Trump vorgeschlagenen modifizierten Lackierung. Foto: United States Air Force

Die von Katar gespendete Boeing 747-8 könnte bereits in diesem Sommer auf der Nordhalbkugel als Präsidentenflugzeug der Vereinigten Staaten, Air Force One, in Dienst gestellt werden. Dies berichtete das Fachportal The Aviationist.

Laut der Veröffentlichung gilt das Flugzeug als Übergangslösung, während das Programm für das neue Präsidentenflugzeug VC-25B voranschreitet, das die derzeitige VC-25A ersetzen soll. Die US-Luftwaffe übernahm das ehemalige katarische Flugzeug offiziell im Mai 2025; die Umbauarbeiten begannen im September desselben Jahres. Sollte der Einsatz bereits in diesem Sommer beginnen, hätte der vollständige Umrüstungsprozess weniger als ein Jahr gedauert – deutlich kürzer als der historische Standard für Präsidentenflugzeuge, der üblicherweise mehrere Jahre umfasst.

Der Umrüstungsprozess wird in der Praxis als umfassender Neuaufbau des Flugzeugs behandelt. Er umfasst die Installation von Selbstschutzsystemen, gesicherter Kommunikation, spezieller Führungs- und Kontrollsysteme sowie weiterer kritischer Komponenten, die für präsidiale Missionen erforderlich sind.

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, der sich derzeit in seiner zweiten Amtszeit befindet, hat den Zustand der bestehenden Flotte wiederholt öffentlich kritisiert. Die beiden stark modifizierten Boeing-747-200B-Maschinen, die als VC-25A im Einsatz sind, dienen bereits seit 1990, wobei ihr hohes Alter die Wartung zunehmend komplex macht.

Gleichzeitig ist es Boeing bislang nicht gelungen, den endgültigen Nachfolger auszuliefern. Die VC-25B, deren Indienststellung ursprünglich für 2024 vorgesehen war, wird nun erst ab 2028 erwartet. Diese Verzögerungen gelten als einer der ausschlaggebenden Gründe für die Annahme des katarischen Flugzeugs – ein Schritt, der in der US-amerikanischen Präsidentenluftfahrt als beispiellos gilt.

Die Entscheidung blieb jedoch nicht ohne Kontroversen. Kritiker äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte, insbesondere nach unbestätigten Berichten, wonach das Flugzeug nach dem Ende von Trumps Amtszeit an ihn übergehen könnte. Auch Sicherheitsfragen stehen im Mittelpunkt der Debatte, insbesondere im Hinblick auf Spionagerisiken im Zusammenhang mit der Nutzung einer ursprünglich ausländischen Plattform.

Nach inoffiziellen Einschätzungen soll die neue vorläufige VC-25 hauptsächlich für Inlandsflüge eingesetzt werden, während die aktuellen VC-25A weiterhin für internationale Missionen verantwortlich bleiben.

Trotz der breiten öffentlichen Diskussion bleiben die technischen Details der Umrüstung geheim. Die United States Air Force verweigert Angaben zu konkreten Modifikationen oder möglichen Lockerungen von Anforderungen, die zur Beschleunigung der Indienststellung des Flugzeugs vorgenommen wurden.

Im Jahr 2025 erklärte der US-Luftwaffenminister Troy Maink, dass die Gesamtkosten für die Modifikation der katarischen 747-8 unter 400 Millionen US-Dollar liegen würden – deutlich weniger als frühere Schätzungen, die sich auf nahezu 1 Milliarde US-Dollar beliefen. Die Finanzierung soll laut ihm aus nicht genutzten Mitteln des Interkontinentalraketenprogramms LGM-35A Sentinel stammen.

Quelle und Bilder: The Aviationist | United States Air Force. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.

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