
Eine von der Chalmers Technischen Universität in Schweden durchgeführte Untersuchung zeigte, dass Fußgänger Schwierigkeiten haben, die Richtung der Geräusche von Elektro- und Hybridfahrzeugen zu bestimmen.
Die Studie analysierte drei gängige Arten von akustischen Signalen (AVAS), die für Fahrzeuge mit niedriger Geschwindigkeit vorgeschrieben sind, und stellte fest, dass alle schwieriger zu lokalisieren waren als der traditionelle Klang eines Verbrennungsmotors. Die Teilnehmer hatten auch Schwierigkeiten, die Anwesenheit mehrerer Fahrzeuge gleichzeitig wahrzunehmen.
Das Experiment wurde in einer akustischen Kammer mit 52 Freiwilligen durchgeführt, die sich in der Mitte eines Raumes mit 24 Lautsprechern befanden. Die abgespielten Geräusche simulierten Elektro- und Hybridfahrzeuge, die sich aus 7,5 Metern Entfernung näherten, mit Hintergrundgeräuschen ähnlich einem städtischen Parkplatz. Die Teilnehmer sollten schnell angeben, aus welcher Richtung der Ton kam. Das komplexeste Signal, bestehend aus zwei Tönen, die gleichzeitig von drei Fahrzeugen ausgesendet wurden, war am schwierigsten innerhalb der zehn Sekunden Zeitvorgabe korrekt zu identifizieren.
Trotz des Vorteils, dass Elektroautos leiser sind, warnen Experten der Chalmers Universität vor der Notwendigkeit, die akustischen Signale anzupassen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Von Herstellern erzeugte Geräusche werden oft nicht in geräuschvollen Umgebungen getestet, was ihre Wirksamkeit in realen Situationen beeinträchtigt.
Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren, deren Geräusche ein breites Frequenzspektrum abdecken und vertrauter sind, weisen die aktuellen Signale von Elektrofahrzeugen noch bedeutende Einschränkungen in der Erkennung durch Fußgänger und Radfahrer auf.
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