Finnisches Unternehmen testet neuen Überwachungsballon an der Grenze zu Russland

Finnisches Unternehmen testet neuen Luftballon an der Grenze zu Russland
Finnisches Unternehmen testet neuen Luftballon an der Grenze zu Russland (Foto: Kelluu)

Kelluu, ein finnisches Unternehmen mit Sitz in Joensuu, einer Stadt nahe der russischen Grenze, hat seine neue Generation von Luftballons für Überwachungsmissionen getestet.

Laut Informationen von Business Insider erhielt das Unternehmen einen Vertrag im Rahmen eines NATO-Innovationsprogramms für die Entwicklung dieser Luftfahrzeuge.

Die Luftballons von Kelluu haben die Größe eines Stadtbusses und sind nur zwei Meter breit, was sie deutlich kleiner als herkömmliche Zeppeline macht.

Die Luftfahrzeuge verwenden Wasserstoff, der gleichzeitig Auftrieb liefert und die Propeller antreibt. Laut den Ingenieuren können die Geräte bis zu 12 Stunden in der Luft bleiben, was die Fähigkeiten der meisten Drohnen übertrifft.

Sie können eine zusätzliche Nutzlast von bis zu 5 kg tragen, z. B. Kameras, Radare oder andere Sensoren. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 53 km/h, und ihre niedrigen Kosten sowie die einfache Herstellung ermöglichen es, ganze Flotten aufzubauen, ohne ein großes finanzielles Risiko einzugehen, falls mehrere Einheiten verloren gehen.

Ihr größter Vorteil liegt jedoch in ihrer Fähigkeit, elektronischen Störungen zu widerstehen. Aufgrund der Nähe zur russischen Grenze war das Kelluu-Team ständig mit Interferenzen und Signalmanipulationen konfrontiert.

Diese Bedingungen schufen das perfekte Umfeld für die Entwicklung und Erprobung von Geräten, die selbst unter intensiven elektronischen Kriegsbedingungen einsatzfähig sind.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal der Kelluu-Ballons ist ihre Fähigkeit, niedrigen Temperaturen zu widerstehen. In der Region können die Wintertemperaturen bis auf –26°C sinken, sodass die Geräte für den Flug bei kaltem und starkem Wind ausgelegt sind.

Diese Eigenschaften könnten für die NATO bei zukünftigen Überwachungsmissionen in der Arktis entscheidend sein.

In Zukunft plant das Unternehmen auch, Luftschiffe zu entwickeln, die mehrtägige Missionen mit minimalem Eingreifen des Bedieners durchführen können.

„Wir hoffen, bald ein Asset zu haben, das mehrtägige Missionen ausführen kann, sodass noch weniger Personal im Einsatz vor Ort benötigt wird“, sagte Niko Kuikka, Leiter der Technik des Startups, gegenüber Business Insider.

Foto: Kelluu. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.

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