
Der elektrische Supersportwagen der Premiummarke des BYD-Konzerns wird als Coupé, Spider und Racing angeboten und verfügt über drei Motoren, Allradantrieb sowie eine Batterie, die eine Ladeleistung von bis zu 1.500 kW aufnehmen kann
DENZA, die Premiummarke des BYD-Konzerns, hat den Z vorgestellt, ihren ersten vollelektrischen Supersportwagen. Das Modell wurde beim Goodwood Festival of Speed im Vereinigten Königreich öffentlich präsentiert und kombiniert drei Motoren, Allradantrieb und eine maximale Leistung von 1.604 PS.
Die Modellreihe wird aus den Versionen Coupé, Spider und Racing bestehen. Der Hersteller entwickelt außerdem eine Sonderedition, die für Versuche vorgesehen ist, schnelle Rundenzeiten auf der Nürburgring-Nordschleife in Deutschland zu erzielen.

Der Antrieb nutzt einen Elektromotor an der Vorderachse und zwei weitere Motoren an der Hinterachse, jeweils einen pro Rad. Gemeinsam leisten sie 1.180 kW, entsprechend 1.604 PS, und liefern ein Drehmoment von 1.240 Nm.
In der Coupé-Konfiguration beschleunigt der DENZA Z in 2,25 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Der Spider mit versenkbarem Dach absolviert denselben Sprint in 2,3 Sekunden.
Der Z Racing kann mit dem optionalen Semislick-Reifenpaket in 1,96 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit dieser Version beträgt 350 km/h, während der Sprint von 0 auf 200 km/h in sechs Sekunden gelingt.

Plattform steuert die drei Motoren einzeln
Das Modell basiert auf der e³-Sports-Car-Plattform, die speziell für Hochleistungsfahrzeuge von DENZA entwickelt wurde. Die Architektur kombiniert eine unabhängige Drehmomentregelung, eine in die Struktur integrierte Batterie, eine aktive Federung und ein zentrales System, das Lenkung, Bremsen und Stoßdämpfer koordiniert.
Die elektronische Steuerung kann die Leistungsverteilung zwischen den Rädern innerhalb weniger Millisekunden verändern. Nach Angaben des Herstellers ist das System außerdem in der Lage, das Fahrzeug zu stabilisieren, wenn es einen plötzlichen Druckverlust in einem Reifen erkennt.
Eine weitere Funktion ermöglicht ein Manöver, das der sogenannten „Kompassdrehung“ ähnelt. In diesem Modus dienen die Vorderräder als Drehpunkt, während die auf die hinteren Motoren übertragene Kraft das Fahrzeug nahezu auf der Stelle drehen lässt.

Die Federung nutzt das DiSus-M-System mit Stoßdämpfern, die mit magnetorheologischer Flüssigkeit gefüllt sind. Die Viskosität des Materials kann durch ein Magnetfeld verändert werden, wodurch schnelle Anpassungen zwischen einer komfortableren und einer strafferen Abstimmung möglich sind.
Die Versionen Coupé und Spider erhalten eine Luftfederung. Der Racing verwendet konventionelle Schraubenfedern, eine Lösung, die auf eine direktere Reaktion auf Rennstrecken ausgelegt ist. Alle Konfigurationen werden mit Carbon-Keramik-Bremsen, Sechskolben-Bremssätteln an der Vorderachse und Vierkolben-Bremssätteln an der Hinterachse ausgestattet.
Aufladen von 10 % auf 97 % in neun Minuten
Der DENZA Z verwendet eine Blade-Batterie der zweiten Generation mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie und einer Kapazität von 76 kWh. Die geschätzte Reichweite nach dem WLTP-Zyklus beträgt 410 Kilometer beim Coupé, 400 Kilometer beim Spider und 380 Kilometer beim Racing.
Das wichtigste Merkmal ist die Ladeleistung. An einer Ladestation, die mit der Flash-Charging-Technologie kompatibel ist, kann die Leistung bis zu 1.500 kW erreichen. Laut DENZA lädt sich die Batterie in fünf Minuten von 10 % auf 70 % und erreicht nach neun Minuten 97 %.
Diese Werte hängen vom Zugang zu der vom BYD-Konzern entwickelten speziellen Infrastruktur und von den Bedingungen ab, die bei den Tests des Herstellers galten. An herkömmlichen Ladestationen wird die Ladezeit länger ausfallen. Für das Laden mit Wechselstrom wird eine maximale Leistung von 11 kW angegeben.

Racing-Version erzeugt mehr als eine Tonne aerodynamischen Abtrieb
Das DENZA Z Coupé ist 4,78 Meter lang, 1,97 Meter breit und 1,33 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,78 Meter. Trotz seiner Supersportwagen-Proportionen verfügt der Innenraum über vier Sitzplätze.
Die Racing-Version ist mit einer Länge von 4,87 Metern etwas größer. Sie erhält vergrößerte Lufteinlässe, Bauteile aus Kohlefaser, Wirbelgeneratoren am Unterboden und einen optional erhältlichen verstellbaren Heckflügel.
Nach Angaben des Unternehmens erzeugt das Paket bei 350 km/h bis zu 1.060 kg Abtrieb. Das Kühlsystem wurde ebenfalls überarbeitet, um die Kühlleistung der Motoren um 50 % und die Wärmeableitung der Bremsscheiben um 32 % zu erhöhen.
Beim Coupé und beim Racing bietet der Kofferraum ein Volumen von 250 Litern. Bei umgeklappten Rücksitzen kann das Fassungsvermögen auf bis zu 550 Liter steigen. Für den überwiegenden Einsatz auf der Rennstrecke kann der Käufer der Racing-Version die Rücksitze durch eine Schutzstruktur ersetzen.
Sonderedition wird mehr als 2.000 PS leisten
Die extremste Konfiguration wird der DENZA Z Special Edition sein. Das noch in der Entwicklung befindliche Modell erhält Karosserieteile aus Kohlefaser, ein verstärktes Thermomanagement und ein aktives Aerodynamiksystem, das einen Frontdiffusor mit einem beweglichen Heckflügel kombiniert.
Die Marke gibt eine Leistung von mehr als 2.000 PS und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 1,7 Sekunden an. Das Fahrzeug soll vor den Rundenzeitversuchen auf der Nürburgring-Nordschleife weitere Tests absolvieren.
Nach Angaben von DENZA kann diese Version bei 300 km/h mehr als 2.000 kg Abtrieb erzeugen. Die endgültigen technischen Daten wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.
Innenraum kombiniert Bildschirme, physische Tasten und vier Sitzplätze
Der Innenraum wird über ein digitales 8,88-Zoll-Kombiinstrument und einen zentralen 12,8-Zoll-Multimediabildschirm verfügen. Das von Rennwagen inspirierte Lenkrad besitzt sechs physische Tasten, darunter Bedienelemente für die Modi Track und Boost.
Der Boost-Modus erhöht für 20 Sekunden vorübergehend die Drehmomentabgabe beim Beschleunigen. Im Track-Modus lassen sich Leistungsverteilung, Traktionskontrolle, Energierückgewinnung, Dämpfung, Bremsunterstützung und Drehmomentverteilung konfigurieren.
Die Vordersitze verfügen über elektrische Verstellung, Heizung, Belüftung und Massagefunktion. Das Devialet-Audiosystem besitzt im Coupé und im Racing zwölf Lautsprecher und im Spider zehn. Zur Personalisierung stehen zehn Außenfarben und zehn Kombinationen für die Innenausstattung zur Auswahl.
Die Bestellungen für die Versionen Coupé, Spider und Racing sollen im Sommer der Nordhalbkugel in ausgewählten Märkten beginnen. Die ersten Auslieferungen sind noch vor Ende 2026 vorgesehen. Preise und Einzelheiten darüber, in welchen Ländern das Modell angeboten wird, wurden noch nicht bekannt gegeben.
Quelle und Bilder: DENZA | BYD. Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion überprüft.
