
Das Vereinigte Königreich hat angekündigt, in eine neue Klasse amphibischer Transportschiffe zu investieren, um die Einsätze der Commando Force zu unterstützen. Dies ist Teil eines Plans zur Bildung einer gemeinsamen Flotte mit den Niederlanden.
Laut dem UK Defence Journal sind die neuen Schiffe Teil eines Investitionspakets im Wert von mehr als 500 Millionen Pfund, das außerdem Angriffsdrohnen und Hochgeschwindigkeitsboote umfasst.
Die Initiative ist Teil der Umstrukturierung der britischen Commando Force, deren Einsätze künftig vor allem im Hohen Norden konzentriert werden sollen – einer Region, die für die NATO als strategisch besonders wichtig gilt.
Nach Angaben des britischen Verteidigungsstaatssekretärs Dan Jarvis besteht das Ziel darin, sicherzustellen, dass die Kommandotruppen über Ausrüstung verfügen, die modernen Bedrohungen gewachsen ist und einen operativen Vorteil gegenüber potenziellen Gegnern sichert.
„Wir investieren in neue tödliche Angriffsdrohnen, Hochgeschwindigkeitsboote und amphibische Transportschiffe, um unseren Commandos die Ausrüstung zu geben, die sie benötigen, um ihren Gegnern einen Schritt voraus zu sein und uns zu verteidigen“, sagte er.
Das Programm soll außerdem die amphibischen Fähigkeiten der Royal Navy wiederaufbauen, die nach der Außerdienststellung der HMS Albion und der HMS Bulwark im Jahr 2025 deutlich reduziert wurden. Noch ist unklar, ob die neue Initiative das frühere MRSS-Programm (Multi-Role Support Ship), das den Bau von bis zu sechs Schiffen zur Erneuerung der britischen Amphibienflotte vorsah, offiziell ersetzen wird.

Das Vereinigte Königreich und die Niederlande unterhalten seit mehr als fünf Jahrzehnten eine gemeinsame amphibische Streitkraft. Im Jahr 2023 prüften beide Länder die Entwicklung eines gemeinsamen Schiffes, gaben die Idee eines einheitlichen Entwurfs jedoch aufgrund unterschiedlicher Anforderungen und Budgetvorgaben auf.
Seitdem konzentriert sich die Zusammenarbeit auf Interoperabilität und gemeinsame Systeme, darunter Landungsboote, Kräne, Docktore und Antriebssysteme. Die neue Ankündigung deutet nun auf eine noch engere Zusammenarbeit der Marineprogramme beider Länder hin.
Die Niederlande planen bereits den Bau von sechs amphibischen Transportschiffen als Ersatz für ihre derzeitigen Schiffe der Rotterdam-Klasse. Die Auslieferungen sollen ab 2032 beginnen.
Der britische Plan soll in der neuen Defence Investment Strategy näher erläutert werden, die noch vor dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli veröffentlicht werden soll.
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Fotos: BMT | Royal Navy. Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
