
Deutschland erwägt den Kauf von mindestens 35 zusätzlichen F-35A-Kampfflugzeugen aus den Vereinigten Staaten, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Dieser Schritt würde es Deutschland ermöglichen, sich eine Alternative zum Kampfflugzeugprogramm der nächsten Generation Future Combat Air System (FCAS) zu sichern, aus dem sich Berlin und Paris aufgrund industrieller Rivalitäten zurückziehen könnten.
Gleichzeitig würde dieser Schritt die Abhängigkeit Deutschlands von amerikanischer Militärtechnologie erhöhen. Laut einer von Reuters zitierten Quelle plant Deutschland die Beschaffung weiterer 35 Kampfflugzeuge.
Berichte über einen möglichen Kauf zusätzlicher F-35A Lightning II-Flugzeuge durch Deutschland tauchten bereits im vergangenen Jahr vereinzelt auf, wurden jedoch nicht offiziell bestätigt.
Im Oktober berichtete das deutsche Magazin Der Spiegel über Dokumente des deutschen Verteidigungsministeriums, die Pläne zum Erwerb von weiteren 15 Flugzeugen zeigten, die als Träger von Atomwaffen eingesetzt werden sollen.
Laut den dem Haushaltsausschuss des Bundestages vorgelegten Unterlagen wurden die Kosten für diesen zusätzlichen Kauf auf etwa 2,5 Milliarden Euro geschätzt.
Diese zusätzlichen Flugzeuge sollen die bereits bestellten 35 Kampfflugzeuge ergänzen, von denen das erste im Jahr 2027 bei der Deutschen Luftwaffe in Dienst gestellt werden soll.
Aufgrund des kommerziellen Erfolgs des F-35-Programms wird Deutschland die Flugzeuge nicht nur kaufen, sondern auch Mittelrumpfsektionen und weitere Komponenten in einer Anlage des Unternehmens Rheinmetall in der Stadt Weeze fertigen, deren Betrieb im Juli vergangenen Jahres aufgenommen wurde.
Foto: U.S. Air Force. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
