
Das deutsche Robotik-Startup SWARM Biotactics gab bekannt, dass seine bioelektronischen Schwärme von Cyborg-Insekten im Feld getestet und bei NATO-Kunden, darunter der Bundeswehr, eingesetzt wurden.
Die Ankündigung erfolgte am vergangenen Mittwoch (25) durch den Geschäftsführer des Unternehmens, Stefan Wilhelm, der den operativen Fortschritt der programmierbaren Cyborg-Insektenschwärme bestätigte, die für Aufklärungs- und Erkennungsmissionen entwickelt wurden.
Laut Wilhelm existierte diese Fähigkeit vor einem Jahr noch nicht und entwickelte sich rasch vom Konzept zur operativen Umsetzung. Heute seien diese Systeme bereits bei „zahlenden NATO-Kunden“ im Einsatz, so Wilhelm.
Den Angaben des Unternehmens zufolge bestehen die Systeme aus lebenden Organismen, die über bioelektronische neuronale Schnittstellen gesteuert werden und mit Sensoren, bordseitiger Verarbeitung künstlicher Intelligenz sowie sicheren Kommunikationsverbindungen ausgestattet sind.
Wilhelm zufolge sind die Plattformen in der Lage, sich als koordinierte Einheiten zu bewegen und dabei modulare Nutzlasten zu tragen, die für spezifische Missionsaufgaben ausgelegt sind.
„Was Sie hier sehen, ist real. Lebende Organismen, gesteuert über bioelektronische neuronale Schnittstellen, die Sensoren, Edge-KI und sichere Kommunikation transportieren. Sie bewegen sich als koordinierte Einheit. Skalierung durch Zucht, nicht durch Fabriken“, erklärte Wilhelm in der Mitteilung.
Die bio-robotischen Systeme unterscheiden sich von herkömmlichen unbemannten Plattformen, da sie biologische Mobilität mit elektronischen Steuerungssystemen kombinieren. Anstatt auf mechanischen Antrieb zu setzen, nutzt dieser Ansatz die natürliche Fortbewegung von Insekten und ergänzt diese um digitale Fähigkeiten für Führung, Detektion und Kommunikation.
Solche Systeme können Vorteile in beengten oder komplexen Umgebungen bieten, in denen geringe Größe, niedrige akustische Signatur und biologische Bewegungsmuster den Zugang zu Bereichen ermöglichen, die für herkömmliche Drohnen schwer erreichbar sind.
Das Unternehmen betonte, dass die Produktion im großen Maßstab auf biologischer Reproduktion statt auf konventionellen Fertigungslinien beruht. Bislang hat das Startup rund 15,36 Millionen US-Dollar an Investitionen zur Unterstützung von Entwicklung und Expansion erhalten.
Die Entwicklungsbemühungen im Bereich autonomer Systeme konzentrierten sich bislang überwiegend auf Luftdrohnen und bodengebundene Robotik, während biologisch integrierte Plattformen größtenteils experimentell blieben.
Obwohl konkurrierende Staaten bereits in bio-robotische Forschung für militärische Anwendungen investieren, deutet der Fortschritt von SWARM Biotactics auf einen Wandel hin zu Feldvalidierung und frühzeitiger operativer Nutzung hin, anstatt sich ausschließlich auf Laborforschung zu beschränken.
Foto: SWARM Biotactics. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
