
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Mittwochs, 22. April, und verursachte schwere Schäden an der Brücke des Frachtschiffs, ohne dass Besatzungsmitglieder verletzt wurden.
Ein Containerschiff wurde nahe Oman von einem bewaffneten Boot angegriffen, das mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarde des Iran (IRGC) verbunden ist, wie aus einer Warnmeldung des UKMTO hervorgeht, dem britischen Zentrum zur Überwachung der maritimen Sicherheit. Der Vorfall wurde am Mittwoch, 22. April, um 03:55 UTC gemeldet, etwa 15 Seemeilen nordöstlich der omanischen Küste.
Nach Angaben des Kapitäns gegenüber dem UKMTO wurde das Frachtschiff von einem Kanonenboot der IRGC angefahren, das vor dem Eröffnen des Feuers keine vorherige Funkmeldung über UKW (VHF) abgab. Der Angriff verursachte schwere Schäden an der Brücke, einem kritischen Bereich für die Führung und Navigation des Schiffes. In der Meldung heißt es zudem, dass es keinen Brand an Bord und keine Umweltschäden gab und alle Besatzungsmitglieder in Sicherheit gemeldet wurden.

Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer erneuten Eskalation der Spannungen in der Straße von Hormus und den umliegenden Gewässern. Reuters berichtete am 17. April, dass der iranische Außenminister Abbas Araqchi erklärt habe, die Passage durch die Meerenge sei während der Waffenruhe „vollständig offen“ für Handelsschiffe, sofern sie den von der iranischen Seebehörde koordinierten Routen folgten. Einige Tage zuvor, am 12. April, hatten die Vereinigten Staaten den Beginn einer Blockade des Seeverkehrs von und zu iranischen Häfen angekündigt.
Am Dienstag, dem 21. April, bezeichnete Araqchi die US-Blockade als „Kriegsakt“, was auf eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen Teheran und Washington hindeutet. Ebenfalls am Mittwoch berichteten Reuters und Associated Press, dass auch andere Schiffe Ziel iranischer Aktionen in der Region geworden seien, was die Risikowahrnehmung für die kommerzielle Schifffahrt auf einer der sensibelsten Seerouten der Welt erhöht.
Bislang gab es keine offizielle Stellungnahme der iranischen Behörden zu dem vom UKMTO beschriebenen konkreten Vorfall. Das angegriffene Schiff steht weiterhin unter Beobachtung internationaler maritimer Sicherheitskräfte, während der Vorfall den Druck auf Reeder und Betreiber erhöhen dürfte, die den kommerziellen Verkehr im Golf und in der Straße von Hormus aufrechterhalten.
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