Aserbaidschan bestätigt Indienststellung der JF-17C Block III-Kampfjets

JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans
JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans

Die neuen Kampfflugzeuge wurden bei Trainingsflügen gemeinsam mit Su-25- und L-39-Jets gezeigt; die Beschaffung zählt zu den größten Modernisierungen der Luftstreitkräfte des Landes in den vergangenen Jahrzehnten.

Aserbaidschan hat offiziell bestätigt, dass die gemeinsam von Pakistan und China entwickelten Mehrzweckkampfflugzeuge JF-17C Thunder Block III in den operativen Dienst übernommen wurden. Die Maschinen wurden in Aufnahmen von Trainingsflügen der aserbaidschanischen Luftstreitkräfte gezeigt.

Das am 6. Juli vom Verteidigungsministerium Aserbaidschans veröffentlichte Video zeigt zwei JF-17C bei der Vorbereitung, beim Start, im Formationsflug und bei der Landung.

JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans
JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans

Nach Angaben der offiziellen Mitteilung waren die Aktivitäten Teil des Ausbildungsplans für 2026 und umfassten Übungen zur Koordination im Luftraum, taktische Manöver und Simulationen operativer Missionen.

Die Aufnahmen stellen die erste öffentliche Bestätigung dar, dass die seit mehreren Jahren zwischen Baku und Islamabad verhandelten Kampfflugzeuge bereits regelmäßig von Einheiten der aserbaidschanischen Militärluftfahrt eingesetzt werden.

Erste JF-17-Kampfjets identifiziert

Der Open-Source-Intelligence-Analyst Guy Plopsky identifizierte die in den Aufnahmen gezeigten Flugzeuge als zwei einsitzige JF-17C Block III mit den Hecknummern 24-501 und 24-502.

JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans
JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans

Beide Kampfjets sind mit drei externen Treibstofftanks ausgestattet und tragen keine sichtbare Bewaffnung. Diese Konfiguration eignet sich für Trainingsmissionen, die Einweisung von Piloten und Flüge mit längerer Dauer.

Obwohl das Verteidigungsministerium den Einsatzort nicht offiziell bekannt gab, deuten unabhängige Analysen darauf hin, dass die Aufnahmen auf dem Luftwaffenstützpunkt Nasosnaya nahe der Stadt Sumqayit und etwa 30 Kilometer von Baku entfernt entstanden.

Die Anlage wurde kürzlich umfassend modernisiert. Satellitenbilder, die von der Fachpublikation Janes analysiert wurden, zeigen den Bau von 16 neuen Flugzeugschutzbauten sowie weitere Verbesserungen an der Infrastruktur des Stützpunkts.

In den von der Regierung veröffentlichten Aufnahmen sind außerdem Teile weiterer JF-17 zu sehen, die in benachbarten Schutzbauten abgestellt sind. Dies deutet darauf hin, dass die Zahl der bereits an Aserbaidschan gelieferten Flugzeuge höher sein könnte als die zwei im Flug gezeigten Exemplare.

Programm könnte bis zu 40 Flugzeuge umfassen

Der Kauf der JF-17 stellt einen der größten Exportaufträge für die pakistanische Militärluftfahrtindustrie dar.

Im September 2024 bestätigte Islamabad offiziell die Unterzeichnung eines Abkommens über die Lieferung von JF-17 Block III-Flugzeugen an Aserbaidschan, obwohl der Wert und die Anzahl der Maschinen zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt gegeben wurden.

Später von der pakistanischen Regierung und Fachmedien veröffentlichte Informationen deuteten darauf hin, dass das Programm auf bis zu 40 Flugzeuge erweitert worden sein könnte. Das Gesamtpaket wird auf einen Wert von 4,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Neben den Kampfjets soll das Abkommen auch die Ausbildung von Piloten und Bodenpersonal, Unterstützungsausrüstung, Bewaffnung, Wartung und Infrastruktur umfassen.

Sollte die vollständige Stückzahl bestätigt werden, würde Aserbaidschan zum größten ausländischen Betreiber der JF-17.

Modernisierung der aserbaidschanischen Militärluftfahrt

Die Einführung der JF-17C Block III stellt eine wichtige Veränderung für die aserbaidschanischen Luftstreitkräfte dar, die jahrzehntelang hauptsächlich auf Flugzeuge aus sowjetischer Entwicklung angewiesen waren.

JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans
JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans

Die derzeitige Flotte umfasst MiG-29-Kampfjets und Su-25-Erdkampfflugzeuge. Obwohl diese Muster modernisiert wurden und weiterhin wichtige Aufgaben erfüllen, bietet die JF-17 modernere Sensoren, Missionssysteme und Kommunikationsfähigkeiten.

Die JF-17C Block III ist etwa 14,9 Meter lang und besitzt eine Spannweite von 9,45 Metern.

Das Flugzeug ist mit einem in Russland entwickelten RD-93-Turbofantriebwerk ausgestattet und kann eine Höchstgeschwindigkeit von etwa Mach 1,6 erreichen, was rund 1.900 km/h entspricht.

Mit externen Treibstofftanks kann der Kampfjet abhängig von Konfiguration, Flughöhe und Flugprofil eine Überführungsreichweite von mehr als 3.000 Kilometern erreichen.

Der operative Einsatzradius bei realen Missionen ist geringer und hängt von der mitgeführten Menge an Treibstoff, Bewaffnung und Ausrüstung ab.

JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans
JF-17C Block III. Foto: Verteidigungsministerium Aserbaidschans

AESA-Radar und Bewaffnung der neuen Generation

Einer der wichtigsten Unterschiede der Block III gegenüber früheren Versionen ist die Einführung des aktiv elektronisch geschwenkten Radars KLJ-7A, einer Technologie, die unter der Abkürzung AESA bekannt ist.

Diese Art von Ausrüstung ermöglicht die gleichzeitige Verfolgung mehrerer Ziele, bietet eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Störungen und verbessert die Erfassungsleistung unter unterschiedlichen Einsatzbedingungen.

Der Kampfjet verfügt außerdem über ein modernisiertes Cockpit, ein helmmontiertes Visier, aktualisierte Systeme zur elektronischen Kampfführung und eine Architektur, die mit verschiedenen chinesischen und pakistanischen Waffentypen kompatibel ist.

Zu den mit dem Flugzeug verbundenen Bewaffnungsoptionen gehört die Luft-Luft-Rakete PL-15E, die für Einsätze außerhalb der Sichtweite entwickelt wurde.

Die genauen Angaben zu Reichweite und Leistungsfähigkeit der Exportversion wurden nicht offiziell veröffentlicht.

Die Kombination aus AESA-Radar, neuen elektronischen Systemen und Waffen mit größerer Reichweite verschafft Aserbaidschan Fähigkeiten, die deutlich über denen eines großen Teils seiner derzeitigen Flotte sowjetischer Herkunft liegen.

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Quelle und Bilder: Verteidigungsministerium Aserbaidschans | YouTube @azerbaijan_mod. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.

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