Großbritannien erwägt Modernisierung seiner Tankflugzeugflotte für neues Kampfflugzeug

KC-46-Pegasus-Tankflugzeug mit starrem Betankungsausleger für die Luftbetankung (Flying Boom). Foto: DVIDS
KC-46-Pegasus-Tankflugzeug mit starrem Betankungsausleger für die Luftbetankung (Flying Boom). Foto: DVIDS

Die britische Royal Air Force (RAF) prüft die Einführung einer Luftbetankungsfähigkeit mit starrem Ausleger (Flying Boom), nachdem bestätigt wurde, dass das künftige Kampfflugzeug des GCAP-Programms ausschließlich dieses System verwenden wird.

Die britische Tankflugzeugflotte nutzt derzeit ausschließlich das Schlauch-und-Fangtrichter-System (Hose and Drogue), weshalb das neue Kampfflugzeug ohne Änderungen an der bestehenden Infrastruktur nicht in der Luft betankt werden könnte.

Der Betankungsausleger einer amerikanischen KC-46 Pegasus mit Flying-Boom-System. Foto: DVIDS
Der Betankungsausleger einer amerikanischen KC-46 Pegasus mit Flying-Boom-System. Foto: DVIDS

Die Herausforderung beschränkt sich nicht auf das GCAP. Mehrere moderne Flugzeuge der RAF, darunter die RC-135W Rivet Joint, die P-8A Poseidon, die C-17 Globemaster III, die künftige E-7 Wedgetail und die kürzlich beschafften F-35A Lightning II, nutzen ebenfalls ausschließlich das Flying-Boom-System. Dadurch sind diese Flugzeuge bei gemeinsamen Einsätzen in vielen Fällen auf die Unterstützung von Tankflugzeugen der US Air Force angewiesen.

E-7 Wedgetail. Foto: Boeing
E-7 Wedgetail. Foto: Boeing

Die derzeitigen Airbus Voyager der RAF wurden ausschließlich für das Schlauch-und-Fangtrichter-System konfiguriert, obwohl das Modell A330 MRTT mit einem Betankungsausleger ausgestattet werden kann.

Experten weisen darauf hin, dass es effizienter sein könnte, die Flugzeuge nach Ablauf des aktuellen Vertrags im Jahr 2035 zu ersetzen, anstatt die bestehende Flotte umzurüsten. Dabei könnten neue Tankflugzeuge beschafft werden, die von Anfang an für den Betrieb mit beiden Systemen ausgelegt sind.

Airbus Voyager
Airbus Voyager. Foto: RAF

Die Einführung des Flying-Boom-Systems würde die Interoperabilität der RAF mit den NATO-Verbündeten erheblich verbessern und eine Einschränkung beseitigen, die für künftige britische Luftoperationen als zunehmend relevant gilt.

Mit der Indienststellung des GCAP könnte die fehlende Fähigkeit, das wichtigste Kampfflugzeug der neuen Generation in der Luft zu betanken, die operative Eigenständigkeit der Luftwaffe beeinträchtigen. Dadurch würde eine Modernisierung der Tankflugzeugflotte praktisch unvermeidlich.

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Quelle: The Aviationist | Fotos: RAF / DVIDS | Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft

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