
Millionen Menschen in England sind nach einer längeren Periode mit großer Hitze und geringen Niederschlägen von vorübergehenden Einschränkungen der Wassernutzung betroffen. Zu den eingeschränkten Tätigkeiten gehört das Waschen von Fahrzeugen mit einem Gartenschlauch, weshalb Autobesitzer ihre Gewohnheiten ändern müssen, wenn sie ihr Fahrzeug sauber halten möchten, ohne Wasser zu verschwenden.
Die sogenannten vorübergehenden Nutzungsverbote wurden von mehreren Wasserversorgungsunternehmen im Vereinigten Königreich eingeführt. Abhängig von den örtlichen Vorschriften können Verstöße mit Geldbußen von bis zu 1.000 Pfund Sterling geahndet werden.
Angesichts dieser Situation haben Experten des britischen Herstellers von Autopflegeprodukten Autoglym Empfehlungen zusammengestellt, um den Wasserverbrauch während der Reinigung zu reduzieren. Obwohl sie für Regionen entwickelt wurden, die von den Einschränkungen betroffen sind, können die Hinweise auch von Autofahrern befolgt werden, die ihr Fahrzeug sparsamer waschen möchten.
Das Waschen im Schatten verhindert Flecken
Die erste Vorsichtsmaßnahme besteht darin, den richtigen Zeitpunkt für die Autowäsche zu wählen. Idealerweise sollte das Fahrzeug früh am Morgen gewaschen werden, wenn die Karosserie noch kühl ist, oder an einem schattigen Ort abgestellt werden.
Von der Sonne aufgeheizte Oberflächen beschleunigen die Verdunstung von Wasser und Reinigungsmitteln. Dadurch steigt nicht nur der Verbrauch, sondern es können auch Spuren auf dem Lack zurückbleiben und Verschmutzungen lassen sich schwerer entfernen.
Die Reinigung sollte abschnittsweise auf kleinen Flächen erfolgen, ohne dass die Seife auf der Karosserie antrocknet.
Eine Vorwäsche hilft bei der Entfernung stärkerer Verschmutzungen

Auch ohne Gartenschlauch ist eine Vorwäsche wichtig, um das Risiko von Kratzern im Lack zu verringern. Spezielle Sprühprodukte können verwendet werden, um Schlamm, Staub, Insektenreste und andere angesammelte Partikel aufzuweichen, insbesondere an den Stoßfängern und den unteren Bereichen des Fahrzeugs.
Das Abspülen kann mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz oder einem manuellen Drucksprüher erfolgen. Diese Geräte helfen dabei, den Wasserfluss zu kontrollieren und das Wasser ausschließlich auf die erforderlichen Bereiche zu richten.
Anstatt hartnäckige Rückstände kräftig zu schrubben, wird empfohlen, das Produkt erneut aufzutragen und vor der Entfernung einige Augenblicke einwirken zu lassen.
Die Räder sollten vor der Karosserie gereinigt werden

An den Rädern sammeln sich normalerweise Bremsstaub, Asphaltreste und Straßenschmutz. Aus diesem Grund sollten sie vor der Karosserie gewaschen werden.
Andernfalls können beim Abspülen der Räder Verunreinigungen auf bereits gereinigte Karosserieteile geschleudert werden.
Vor Beginn der Reinigung ist es wichtig zu prüfen, ob die Räder und Bremskomponenten abgekühlt sind. Das Auftragen von Produkten auf sehr heiße Oberflächen kann Flecken verursachen und die Reinigungswirkung verringern.
Spezielle Felgenbürsten und manuelle Sprühgeräte helfen dabei, innere Bereiche und schwer zugängliche Ecken mit einer begrenzten Wassermenge zu erreichen.
Die Zwei-Eimer-Methode verringert das Risiko für den Lack
Eine der bekanntesten Techniken unter professionellen Fahrzeugaufbereitern ist die Zwei-Eimer-Methode.
Ein Behälter sollte Wasser enthalten, das mit Autoshampoo vermischt ist. Der zweite sollte ausschließlich mit sauberem Wasser gefüllt sein und dazu dienen, den Waschhandschuh nach der Reinigung jedes Karosserieteils auszuspülen.
Dieses Verfahren verhindert, dass von der Karosserie entfernte Partikel in den Eimer mit Seifenwasser zurückgelangen und erneut auf dem Lack verteilt werden.
Die Wäsche sollte am Dach beginnen und in Richtung der unteren, normalerweise stärker verschmutzten Bereiche fortgesetzt werden. Außerdem empfiehlt sich die Verwendung eines Mikrofaser-Waschhandschuhs und sanfter Bewegungen, ohne die Oberfläche stark zu drücken oder übermäßig zu reiben.
Haushaltsreiniger sind nicht geeignet, da sie schützende Wachsschichten entfernen und Gummi, Kunststoff sowie äußere Oberflächen beeinträchtigen können.
Hartnäckige Flecken erfordern spezielle Produkte
Asphaltrückstände, Baumharz, Insekten und Vogelkot lassen sich nicht immer allein mit Wasser und Shampoo entfernen.
In solchen Fällen ermöglichen Produkte, die für die jeweilige Art der Verschmutzung entwickelt wurden, eine sicherere Reinigung als der Versuch, den Schmutz mit Kraft zu beseitigen.
Vogelkot sollte insbesondere an heißen Tagen so schnell wie möglich entfernt werden. Bleibt er zu lange auf der Karosserie, kann er Spuren im Klarlack hinterlassen und eine Politur erforderlich machen, um die Oberfläche wiederherzustellen.
Teerrückstände treten dagegen häufiger an den Fahrzeugseiten und in den Bereichen rund um die Radkästen auf.
Abschnittsweises Waschen und Abspülen spart Wasser
Ohne den kontinuierlichen Wasserfluss eines Gartenschlauchs kann das Waschen des gesamten Fahrzeugs vor dem Abspülen dazu führen, dass die Seife auf dem Lack antrocknet.
Die Alternative besteht darin, das Fahrzeug in mehrere Abschnitte zu unterteilen. Jeder Bereich sollte gewaschen und abgespült werden, bevor mit dem nächsten fortgefahren wird.
Beim Abspülen kann das Arbeiten von unten nach oben dabei helfen, Stellen zu erkennen, an denen noch Schaum vorhanden ist. Abschließend hilft ein schneller Durchgang von oben nach unten, die letzten Rückstände zu entfernen.
Gießkannen und Drucksprüher sind besonders nützlich für die Reinigung von Kühlergrills, Emblemen, Spalten und den Innenseiten der Räder.
Das Trocknen ist auch an heißen Tagen notwendig
Das Fahrzeug in der Sonne von selbst trocknen zu lassen, mag wie eine zeitsparende Lösung wirken, erhöht jedoch das Risiko von Flecken durch die im Wasser enthaltenen Mineralien.
Nach dem Abspülen sollte die Karosserie mit einem sauberen Mikrofasertuch getrocknet werden, ohne stark zu reiben. Das Tuch sollte regelmäßig gewendet oder neu gefaltet werden, damit kleine Partikel nicht über die Oberfläche gezogen werden.
Falls bereits Wasserflecken entstanden sind, kann ein Schnellpflegeprodukt bei der Entfernung helfen. Ältere oder tiefere Flecken können eine Politur erforderlich machen.
Eine leichte Reinigung kann eine vollständige Wäsche hinauszögern
Zwischen den Autowäschen können kleinere Staubmengen mit einem Detailingspray und sauberen Mikrofasertüchern entfernt werden.
Diese Technik sollte jedoch ausschließlich bei leichten Verschmutzungen angewendet werden. Wird ein Tuch direkt über Schlamm, Sand oder starke Staubablagerungen geführt, können Mikrokratzer entstehen.
Bei der Verwendung sollte das Tuch in mehrere Bereiche gefaltet und häufig gewendet werden. Bei stärkerer Verschmutzung sollten mehrere Tücher verwendet werden, damit die Verunreinigungen nicht weiter verteilt werden.
Scheiben und Leuchten sollten Vorrang haben

Wenn das gesamte Fahrzeug nicht gewaschen werden kann, sollten Scheiben, Spiegel, Scheinwerfer und Rückleuchten besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Das Entfernen von Staub, Insektenspuren und Rückständen von der Windschutzscheibe verbessert die Sicht des Fahrers, insbesondere nachts oder bei Regen.
Autoreiniger in Sprühform ermöglichen diese Arbeit ohne Gartenschlauch. Auch die Scheibenwischerblätter sollten kontrolliert werden, da im Gummi festsitzende Partikel das Glas zerkratzen können.
Der Schutz des Lacks erleichtert künftige Autowäschen
Wachse, Versiegelungen und Schutzbeschichtungen bilden eine Schicht, die das Anhaften von Staub, Wasser und Verunreinigungen reduziert.
Bei einer geschützten Oberfläche lässt sich Schmutz in der Regel leichter entfernen, wodurch langwierige Waschvorgänge seltener notwendig sind und bei späteren Reinigungen weniger Wasser verbraucht wird.
Der Schutz ersetzt die regelmäßige Pflege nicht, kann jedoch die Abstände zwischen vollständigen Autowäschen verlängern.
Grundlegende Hinweise für die Autowäsche mit wenig Wasser
Die wichtigsten Empfehlungen lauten:
1. Das Fahrzeug im Schatten und bei kühler Karosserie waschen;
2. Eine Vorwäsche mit einem Sprühgerät oder einer Gießkanne durchführen;
3. Die Räder vor der Karosserie reinigen;
4. Die Zwei-Eimer-Methode verwenden;
5. Haushaltsreiniger vermeiden;
6. In kleinen Abschnitten arbeiten;
7. Hartnäckigen Schmutz nicht kräftig schrubben;
8. Den Lack mit einem Mikrofasertuch trocknen;
9. Scheiben, Spiegel und Leuchten priorisieren, wenn nicht das gesamte Fahrzeug gewaschen werden kann;
10. Einen Schutz auftragen, um künftige Reinigungen zu erleichtern.
Diese Maßnahmen erfüllen nicht nur die im Vereinigten Königreich eingeführten Einschränkungen, sondern zeigen auch, dass sich ein Fahrzeug mit weniger Wasser pflegen lässt. Die richtige Technik verringert außerdem das Risiko von Lackschäden und verhindert Verschwendung durch den kontinuierlichen Einsatz eines Gartenschlauchs.
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Quelle: von Autoglym veröffentlichte technische Empfehlungen. Fotos: Pexels. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
