
Das Vereinigte Königreich und die Niederlande haben eine maritime Partnerschaft im Wert von 2,4 Milliarden Pfund (rund 3,2 Milliarden US-Dollar) angekündigt, um eine neue Klasse von Amphibienschiffen zu entwickeln.
Laut einem Bericht der Website UK Defence Journal sieht die Vereinbarung den Bau der Schiffe in britischen Werften vor, auf Grundlage eines niederländischen Entwurfs und unter Beteiligung der Industrie beider Länder.
Jedes Land wird vier Schiffe erhalten, die den Kern einer gemeinsamen amphibischen Streitkraft bilden sollen. Nach Angaben der britischen und niederländischen Regierungen zielt das Programm darauf ab, die Reaktionsfähigkeit der NATO zu erhöhen und die militärische Zusammenarbeit zwischen den Verbündeten zu stärken.
Die Schiffe werden etwa 160 Meter lang sein und eine Verdrängung von 15.000 Tonnen haben. Sie werden in der Lage sein, Truppen, Fahrzeuge, Ausrüstung und Drohnen zu transportieren, und außerdem über Decks verfügen, die für den Einsatz aktueller und künftiger unbemannter Systeme vorbereitet sind.
Keir Starmer, Premierminister des Vereinigten Königreichs, erklärte, dass die Partnerschaft die Erfahrung der britischen Schiffbauindustrie mit dem niederländischen Know-how in den Bereichen Konstruktion und maritime Operationen verbinde. Die Regierung hebt außerdem hervor, dass das Programm Hunderte qualifizierte Arbeitsplätze in der britischen Schiffbauindustrie schaffen dürfte.
„Durch die Kombination der industriellen Erfahrung des Vereinigten Königreichs mit der niederländischen Expertise in Design und maritimen Fragen, um erstklassige Plattformen für unsere amphibischen Elitekräfte bereitzustellen, wird diese Partnerschaft die NATO stärken“, erklärte der britische Premierminister.
Die neuen Schiffe werden die derzeitigen amphibischen Mittel des Vereinigten Königreichs schrittweise ersetzen und sollen in den 2030er-Jahren in Dienst gestellt werden. Das Projekt ist Teil der Bemühungen beider Länder, ihre Marinefähigkeiten angesichts der Sicherheitslage in Europa zu modernisieren und die Interoperabilität der NATO-Streitkräfte zu erhöhen.
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