
Die französische Marine hat den Tanker TAGOR festgesetzt, der als Teil der sogenannten russischen „Schattenflotte“ gilt und internationalen Sanktionen unterliegt. Die Operation wurde im Atlantischen Ozean durchgeführt.
Die Abfangaktion wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron bestätigt. Er erklärte, das Schiff sei aus russischem Gebiet unterwegs gewesen, als es von französischen Kräften kontrolliert wurde. Der Einsatz fand auf hoher See statt und wurde von internationalen Partnern unterstützt, darunter das Vereinigte Königreich.
Nach Angaben französischer Behörden wurde das Schiff mehr als 400 Seemeilen westlich der Bretagne abgefangen. Nach dem Boarding sollen bei der Inspektion Unregelmäßigkeiten in den Schiffsdokumenten festgestellt worden sein, darunter Verdachtsmomente im Zusammenhang mit der Nutzung einer Flagge zur Umgehung von Seerechtsvorschriften und Sanktionen.

Macron erklärte, Schiffe dieser Art verstießen direkt gegen das Seerecht und trügen dazu bei, Mechanismen zur Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Der französische Präsident betonte außerdem, dass Schiffe, die grundlegende Navigationsvorschriften nicht einhalten, Risiken für die maritime Sicherheit und die Umwelt darstellen.
Nach Daten, die von maritimen Überwachungsdiensten zitiert wurden, war die TAGOR Ende Mai vor der Westküste Norwegens gesichtet worden und kam aus Murmansk im Norden Russlands. Der russische Hafen taucht auch in anderen jüngsten Fällen auf, in denen Tanker verdächtigt werden, Teil eines Netzwerks zu sein, das trotz internationaler Sanktionen russisches Öl transportiert.
Dies ist der dritte Tanker mit Verbindung zur russischen „Schattenflotte“, der 2026 von Frankreich festgesetzt wurde. Im Januar hatten französische Behörden die GRINCH abgefangen, die ebenfalls aus Murmansk kam und im Verdacht stand, unter falscher Flagge zu fahren. Später wurde ein weiteres Schiff, die DEYNA, im Mittelmeer bei einer ähnlichen Aktion kontrolliert.
Die sogenannte „Schattenflotte“ besteht aus Schiffen mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen, die häufig unter ausländischen Flaggen registriert sind und genutzt werden, um Beschränkungen für den Handel mit russischem Öl zu umgehen. Für europäische Länder stellen diese Schiffe nicht nur eine Herausforderung für die Sanktionspolitik dar, sondern auch ein zusätzliches Risiko für die internationale Schifffahrt.
La Marine nationale a arraisonné hier matin un nouveau pétrolier sous sanctions internationales en provenance de Russie : le Tagor. Notre détermination est constante et totale.
Cette intervention a été effectuée en Atlantique, en haute mer,… pic.twitter.com/zxEslYjbUE
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) June 1, 2026
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Quelle und Bilder: Militarnyi | Emmanuel Macron X @EmmanuelMacron. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
