
Das russische ballistische Mittelstreckenraketensystem Oréshnik ist offiziell in Belarus in den Dienst gestellt worden, wie aus Angaben offizieller russischer Quellen hervorgeht.
Die Indienststellung wurde am Dienstag mit einer feierlichen Zeremonie markiert, bei der die Flagge der Russischen Strategischen Raketentruppen auf belarussischem Territorium gehisst wurde.
+ Hier klicken, um das Video anzusehen
Vor der Übernahme des Gefechtsdienstes durchlief das an den Operationen beteiligte Personal eine zusätzliche Ausbildung. Diese umfasste Startpersonal, Kommunikations-, Sicherheits- und Energieversorgungsspezialisten sowie mechanische Fahrer.
Nach Angaben eines in der Mitteilung zitierten Offiziers nimmt das Personal an täglichen und wöchentlichen Gefechtsausbildungen sowie an taktischen und taktisch-speziellen Übungen teil, um die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten.

Raketensystem der neuen Generation
Oréshnik wird von russischen Behörden als ballistische Mittelstreckenrakete beschrieben, die hyperschallfähige Geschwindigkeiten von bis zu Mach 10 erreichen kann, was etwa 3 Kilometern pro Sekunde entspricht. Die geschätzte Reichweite des Systems liegt zwischen 800 und 5.500 Kilometern. Offiziellen Angaben zufolge könnte die Zerstörungswirkung eines massierten Angriffs mit dieser Waffe der eines konventionellen nuklearen Schlages entsprechen, obwohl das System auch mit nicht-nuklearen Gefechtsköpfen ausgerüstet werden kann.
Der erste operative Einsatz von Oréshnik wurde am 21. November 2024 registriert, als die Rakete Berichten zufolge gegen den ukrainischen Industriekomplex Yuzhmash eingesetzt wurde, eines der größten Industriezentren aus der Sowjetzeit. Wenige Stunden später bestätigte der russische Präsident Wladimir Putin den Einsatz des neuen Systems öffentlich.
Putin erklärte damals, die Rakete sei unter realen Gefechtsbedingungen getestet worden, und betonte, dass es sich um eines der modernsten Mittelstreckensysteme der russischen Streitkräfte handele, ausgestattet mit Hyperschalltechnologie und ohne nukleare Nutzlast.
Der Präsident erklärte zudem, dass es nach russischen Einschätzungen derzeit keine wirksamen Mittel gebe, um diese Art von Rakete abzufangen.

Kontext der Stationierung in Belarus
Im Dezember des vergangenen Jahres ersuchte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko Russland formell um die Stationierung fortschrittlicher Waffensysteme im Land, darunter Oréshnik.
Nach Angaben Lukaschenkos habe die Präsenz dieser Systeme einen abschreckenden Charakter und diene der Eindämmung potenzieller externer Bedrohungen.
Die Indienststellung von Oréshnik auf belarussischem Territorium stärkt die militärische Zusammenarbeit zwischen Minsk und Moskau und erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter regionaler Spannungen in Osteuropa.
+ Video: Gepanzerte Roboterkapsel rettet verwundeten ukrainischen Soldaten unter FPV-Drohnenangriff
Quelle und Bilder: Telegram @mod_russia. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.
