
Dieser auf den ersten Blick gewöhnliche Volkswagen Käfer verbirgt ein Geheimnis unter der Haube: leistungsstarke Modifikationen, die ihm beeindruckende 600 PS verleihen.
Der hier gezeigte blaue Käfer ist mit einem dreiphasigen asynchronen Elektromotor ausgestattet. Die Arbeiten wurden vom Team von Knepper Bugs & More durchgeführt, einer deutschen Restaurierungswerkstatt, die auf Käfer spezialisiert ist, wie das Portal Motor 1 berichtet.
Das Projekt begann mit einem Käfer aus dem Jahr 1975, den Rüdiger Knepper und sein Sohn René auf einem Schrottplatz in Kalifornien fanden. Die Karosserie des Fahrzeugs war stark beschädigt, jedoch strukturell solide, was ihn zu einem hervorragenden Kandidaten für eine Restaurierung machte.
Während des Restaurierungsprozesses wurden nahezu alle Teile ersetzt oder überarbeitet. Die Karosserie wurde nahezu in ihren Originalzustand zurückversetzt und in einem Marathon Blue-Farbton lackiert.


Das Fahrzeug erhielt zudem weitere dezente Upgrades, darunter breitere hintere Kotflügel aus Carbon sowie einen Dachspoiler aus Carbon, der nicht nur optisch überzeugt, sondern auch bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Stabilität sorgt.
Technisch gesehen ist dieser kleine Käfer praktisch ein Porsche. Das Fahrwerk stammt größtenteils vom Porsche 944, während die Bremsen aus dem 944 Turbo S übernommen wurden, mit Scheiben vom Porsche 964 an der Vorderachse.
Für den nötigen Grip sorgen Toyo Proxes TR-1-Reifen — vorne in der Größe 195/45R17 und hinten 235/45R17 — montiert auf Porsche Cup 2-Felgen.
Der Käfer verfügt außerdem über 17 Batteriemodule aus einem Porsche Taycan, die einen leicht spannungsmodifizierten Hinterachsmotor aus einem Tesla Model S Performance speisen.


Die Konfiguration überträgt die Leistung direkt über Porsche-930-Antriebswellen auf die Räder, sodass kein Getriebe erforderlich ist.
Diese Modifikation beschert ihm unglaubliche 601 PS und 702 Nm Drehmoment. Damit beschleunigt der modifizierte blaue Käfer in nur 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Reichweite zwischen 100 und 250 km.
Leider ist das Fahrzeug mit diesen Spezifikationen ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen. Laut TÜV-Zulassung dürfen Fahrzeuge ohne Traktionskontrolle nur dann auf öffentlichen Straßen fahren, wenn sie maximal 200 PS leisten.
Im Innenraum blieb das Cockpit weitgehend original. Kupplung und Schalthebel sind verschwunden und wurden durch ein digitales Bedienfeld für den elektrischen Antriebsstrang ersetzt.


Die Recaro-Sitze aus einem BMW 2002 bieten derweil mehr Komfort und Seitenhalt, während die Heizung von einer elektrischen Einheit unter der Rückbank stammt.
Ein Großteil der Hardware-Modifikationen stammt von Rüdiger, während die elektronischen Steuerungssysteme von Alexander Lührmann und seinem Team von ESDI EV Technologies entwickelt wurden.
Rüdiger stellte das Fahrzeug im Mai dieses Jahres im Rahmen einer vierwöchigen „Tour“ vor, die durch Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal und Luxemburg führte.
Der Käfer absolvierte außerdem eine beeindruckende 8.000-km-Reise, um die Fähre von Sevilla nach Tanger in Marokko zu erreichen. Auf dieser Strecke trat kein einziges technisches Problem auf.
Fotos: Knepper Bugs & More. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
