
Das japanische Verteidigungsministerium erwägt, den Einsatz von Drohnen zu erweitern, um mit der zunehmenden Präsenz chinesischer unbemannter Luftfahrzeuge (UAVs) in der Region umzugehen und teilweise Starts von Kampfflugzeugen zu ersetzen.
Offiziellen Quellen zufolge sieht der Plan den Einsatz von in den USA hergestellten MQ-9B SeaGuardian-Drohnen vor.
Laut The Japan News plant die Maritime Selbstverteidigungsstreitkraft (MSDF), die SeaGuardians im Haushaltsjahr 2027 in ihren Bestand aufzunehmen, während die Luftselbstverteidigungsstreitkräfte (ASDF) über drei Jahre ab dem nächsten Haushaltsjahr betriebliche Tests durchführen werden, um die Überwachungs- und Späherfähigkeiten der Systeme zu bewerten. Für das Projekt wurden 1,1 Milliarden Yen im Haushaltsantrag für das nächste Jahr vorgesehen.
Zunehmende Präsenz chinesischer UAVs

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund einer erheblichen Zunahme chinesischer Drohnenaktivitäten in der Nähe des japanischen Archipels. Im Jahr 2024 wurden 30 UAVs in der Region der Nansei-Inseln gesichtet, mehr als das Dreifache der neun Vorfälle im Jahr 2023. Bis August 2025 wurden weitere 16 UAVs beobachtet.
Die übliche japanische Reaktion besteht darin, bei unbefugten Lufteinflügen zwei Kampfflugzeuge zu entsenden. Diese Flüge gelten jedoch als sehr kostspielig aufgrund des hohen Treibstoffverbrauchs und der erforderlichen Personalmobilisierung. Die Verteidigungsbehörden gehen davon aus, dass China einen „Abnutzungskrieg“ führen könnte, bei dem kostengünstige Drohnen eingesetzt werden, um Japan und Taiwan kontinuierlich unter Druck zu setzen.
Fähigkeiten und Einschränkungen des SeaGuardian

Der MQ-9B SeaGuardian zeichnet sich durch eine breite Palette optischer, Infrarot- und Radarsensoren aus, die eine effektive Überwachung bei Nacht und unter widrigen Wetterbedingungen ermöglichen. Dank dieser Technologie wird erwartet, dass ein Teil der Abfangmissionen durch UAVs ersetzt werden kann, wodurch die Notwendigkeit häufiger Kampfflugzeugstarts reduziert wird.
Die SeaGuardians verfügen jedoch nicht über direkte Angriffsoptionen, wie Raketenabschüsse oder Warnaktionen gegen Luftraumverletzungen. Daher plant das Verteidigungsministerium zunächst, zu definieren, inwieweit Drohnen Kampfflugzeuge ersetzen können und wie sie auf reale Zwischenfälle reagieren würden.
Diese Maßnahme spiegelt Tokios Suche nach kostengünstigeren Lösungen wider, die an die neue Realität des Luftraumschlachtfelds angepasst sind, das durch den intensiven Einsatz von Drohnen in militärischen Operationen geprägt ist.
Quelle und Bilder: Maritime Selbstverteidigungsstreitkräfte (MSDF) | General Atomics. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
