Fregatte F-111 „Bonifaz“: Spanien läutet eine neue Ära mit digitalen und autonomen Schiffen ein

Fregatte F-111. Instagram @navantia_oficial
Fregatte F-111. Instagram @navantia_oficial

Navantia veranstaltete am Donnerstag, den 11. September, die Zeremonie zur Schiffstaufe der Fregatte F-111 „Bonifaz“, der ersten Einheit des F-110-Programms der spanischen Marine.

Die symbolträchtige Veranstaltung fand in der Werft von Ferrol statt und wurde von hochrangigen zivilen und militärischen Autoritäten sowie Tausenden von Mitarbeitenden und deren Familien besucht. Höhepunkt der Feier war die Teilnahme Ihrer Majestät Königin Sofía, der Patin des Schiffes, die eine Flasche am Rumpf zerschlug, kurz bevor die Fregatte die Rampe hinunter ins Wasser glitt. Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez war anwesend – gemeinsam mit dem Generalstabschef Admiral Teodoro López Calderón, dem Marinechef Admiral Antonio Piñeiro und dem Präsidenten von Navantia, Ricardo Domínguez.

Etwa 5.000 Personen verfolgten die Zeremonie, darunter Mitarbeitende des Unternehmens, ihre Familien und Partnerfirmen. Das Schiff wurde mit Albariño-Wein „getauft“, begleitet von der spanischen Nationalhymne, gespielt von der Musikeinheit des Tercio del Norte. Zudem erhielt das Schiff den Segen des Kaplans Vicente Hernández Chumillas.

Ein Meilenstein für die spanische Schiffbauindustrie

Fregatte F-111. Instagram @navantia_oficial
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Benannt nach Ramón Bonifaz, dem ersten Admiral Kastiliens, wurde die Fregatte einen Monat früher als geplant zu Wasser gelassen – mit mehr als 70 % fertiggestellter Arbeiten. Vor der offiziellen Zeremonie unterzeichnete Verteidigungsministerin Margarita Robles die formale Abnahme der Schiffstaufe.

Der Bau der F-111 wird bis zur endgültigen Übergabe im Jahr 2028 fortgesetzt. Derzeit befinden sich drei der fünf Fregatten dieser Serie im Bau in Ferrol, wobei sich die F-112 nach dem Aufkielungsakt im April 2025 bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Teile der F-112 und F-113 werden ebenfalls in den Werften montiert.

Das F-110-Programm stellt einen technologischen und strategischen Fortschritt für die spanische Marine und die nationale Schiffbauindustrie dar. Neben der Stärkung der strategischen Autonomie Spaniens soll das Projekt über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren etwa 9.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen und rund 500 Unternehmen einbeziehen.

Technologie und Fähigkeiten

Fregatte F-111. Instagram @navantia_oficial
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Die 2019 genehmigten F-110-Fregatten sind Begleitschiffe mit Fähigkeiten zur Luftverteidigung, Überwasser- und U-Boot-Bekämpfung. Sie sind darauf ausgelegt, in Kombination mit anderen Einheiten zu operieren und können zudem maritime Sicherheitsmissionen in Zusammenarbeit mit zivilen Behörden unterstützen.

Zu den technologischen Highlights zählen:

  • Digitaler Zwilling: ein virtuelles Abbild des Schiffs, das datengestützte Entscheidungen ermöglicht und die Wartung optimiert. Entwickelt mit Unterstützung der Marine und der Generaldirektion für Rüstung.
  • Integriertes Service-System (ISS): ein neuronales Sensornetzwerk, das in die Schiffsbeleuchtung integriert ist – in Zusammenarbeit mit der Universität Vigo entwickelt.
  • SCOMBA: das Gefechtssystem, das als „Gehirn“ des Schiffs fungiert und Sensoren, Radare und Waffen in Echtzeit integriert.
  • Integrierter Mast: fasst Radare und Antennen zusammen, reduziert die Radarsignatur und verbessert die Nutzung des elektromagnetischen Spektrums.

Die Fertigung erfolgt an verschiedenen Industriestandorten von Navantia, darunter Werke in der Bucht von Cádiz und in Cartagena, die für Motoren und Kontrollsysteme zuständig sind.

Mit der F-111 Bonifaz stärkt Spanien seine Position als weltweite Referenz im militärischen Schiffbau und startet eine neue Generation digitaler, automatisierter Fregatten, die für die Integration unbemannter Systeme vorbereitet sind.

Quelle und Bilder: Navantia | Instagram @navantia_oficial. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.

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