U-Boot USS Delaware führt ersten autonomen Start und Rückführung eines UUV durch

USS Delaware. Foto: US Navy
USS Delaware. Foto: US Navy

Das Angriffs-U-Boot USS Delaware (SSN 791) der Virginia-Klasse hat erfolgreich eine Pioniermission durchgeführt, bei der ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug (UUV) über ein Torpedorohr unter Wasser gestartet und zurückgeführt wurde – ganz ohne Unterstützung durch Taucher.

Die Operation fand im Verantwortungsbereich des Europäischen Kommandos der USA (EUCOM) statt und beinhaltete die Unterwasserdrohne Yellow Moray, eine angepasste Variante des REMUS 600. Die Mission bestand aus drei autonomen Einsätzen von jeweils 6 bis 10 Stunden, die vollständig unter Wasser durchgeführt wurden.

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Der Yellow Moray wurde für kritische Aufgaben wie Minenabwehr, Meeresbodenvermessung, Überwachung, Aufklärung und hydrographische Erhebungen entwickelt. Laut der US Navy bestätigt der Erfolg der Mission die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit der Integration unbemannter Systeme in taktische U-Boot-Einsätze und stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Unterwasserkriegsführung dar.

USS Delaware. Foto: US Navy

Technische und strategische Fähigkeiten

Die 2020 in Dienst gestellte USS Delaware ist das 18. U-Boot der Virginia-Klasse und gehört zum Block III. Sie ist 115 Meter lang und hat getaucht eine Verdrängung von etwa 7.800 Tonnen. Zur Bewaffnung zählen 12 vertikale Startschächte für Tomahawk-Marschflugkörper sowie vier 533-mm-Torpedorohre für Mk 48 ADCAP-Torpedos. Das U-Boot ist mit modernen Sensoren wie dem AN/BQQ-10-Sonar und einer Breitband-Bugsonar-Anlage (LAB) ausgestattet und für Spezialoperationen optimiert.

Der Yellow Moray misst 3,25 Meter in der Länge, wiegt rund 240 kg und kann in Tiefen bis zu 600 Metern operieren. Ausgestattet mit synthetischer Apertursonar, CTD-Sensoren und Trägheitsnavigation kann er auch in GPS-losen Umgebungen arbeiten – einschließlich solcher, die für herkömmliche Plattformen unzugänglich sind.

Strategischer Meilenstein für die U-Boot-Flotte

Laut der US Navy erweitert die Integration von UUVs wie dem Yellow Moray die Einsatzmöglichkeiten von U-Booten, ermöglicht Operationen in Hochrisikogebieten ohne Gefährdung von Personal und beschleunigt den Einsatzzyklus. Der Start über das Torpedorohr macht ein Auftauchen überflüssig und bewahrt so die Tarnung des Bootes.

Vizeadmiral Rob Gaucher, Kommandeur der U-Boot-Streitkräfte, betonte, dass der Einsatz autonomer Systeme nicht nur menschliche Risiken reduziere, sondern auch eine verteilte Detektion in komplexen Umgebungen ermögliche. Die Marine plane, diese Fähigkeiten auf die gesamte zukünftige Flotte auszuweiten.

Innovation nach logistischen Herausforderungen

Besonders bemerkenswert ist die Operation vor dem Hintergrund eines früheren Fehlschlags bei Tests in einem norwegischen Fjord im Februar, als Geräteschäden die Rückführung des UUV verhinderten. Nach Reparaturen in den USA wurde die Drohne erneut im europäischen Einsatzgebiet stationiert, und die USS Delaware führte eine erfolgreiche expeditionäre Aufladung durch – inklusive der ersten tauchergestützten Ladung an einem norwegischen Pier.

Mit dieser erfolgreichen Mission setzen die USA einen neuen Standard für den Einsatz autonomer Unterwasserfahrzeuge und markieren einen entscheidenden Schritt hin zu einer flexibleren, autonomeren und schlagkräftigeren U-Boot-Flotte im 21. Jahrhundert.

Quelle: Kommando der US-U-Boot-Streitkräfte | Fotos: US Navy | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell überarbeitet.

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