81 % der Schweizer lehnen die F-35 ab: Schweiz könnte Kauf amerikanischer Kampfjets stornieren

F-35A Lightning II. Foto: Wikimedia
F-35A Lightning II. Foto: Wikimedia

Nach Kanada könnte ein weiteres Land seine Entscheidung über den Kauf des Kampfjets F-35A Lightning II der fünften Generation von Lockheed Martin überdenken. Ein 2022 von der Schweiz unterzeichneter Vertrag über 36 Flugzeuge steht nun im Zentrum einer wachsenden nationalen Kontroverse.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und zunehmendem Misstrauen gegenüber den USA beginnt ein großer Teil der Schweizer Bevölkerung, die Wahl des amerikanischen Jets infrage zu stellen. Laut Umfragen aus März und April 2025 lehnen rund 81 % der Schweizer die Lieferung der F-35 ab. Besonders hoch ist die Ablehnung in der französischsprachigen Schweiz – dort liegt sie bei 87 %.

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Die Gründe für den Widerstand sind vielfältig: vom Misstrauen gegenüber Washington und neuen Handelszöllen bis hin zum Wunsch, die technologische Abhängigkeit von den USA zu verringern. Unter politischem Druck mehren sich die Stimmen für eine Neuorientierung hin zu europäischen Plattformen.

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Untersuchte Alternativen: Rafale, Eurofighter und Gripen

Dassault Rafale. Foto: Wikimedia
Dassault Rafale. Foto: Wikimedia

Die Schweizer Armee prüft derzeit andere Optionen. Zu den Kandidaten gehören die französische Dassault Rafale, der Eurofighter Typhoon, entwickelt von einem europäischen Konsortium (Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien), sowie der schwedische Saab Gripen E.

Der Rafale überzeugt durch den Verzicht auf US-kontrollierte Komponenten sowie durch ein modernes Radar und fortschrittliche elektronische Abwehrsysteme. Der Eurofighter ist zwar NATO-integriert, gilt aber als teuerster Jet im Betrieb – mit Kosten von etwa 25.000 Schweizer Franken pro Flugstunde (über 30.000 Euro). Der Gripen E ist die wirtschaftlichste Option, wurde jedoch 2014 in einem Referendum wegen Bedenken zur Kampfleistung abgelehnt.

Eurofighter Typhoon
Eurofighter Typhoon. Foto: Wikimedia

Jedes Modell bietet unterschiedliche Vorteile – von strategischer Unabhängigkeit bis hin zu geringeren Betriebskosten – doch jede Veränderung würde eine umfassende Neubewertung der nationalen Verteidigungsstrategie erfordern.

Saab Gripen E. Foto: Wikimedia
Saab Gripen E. Foto: Wikimedia

Auswirkungen und nächste Schritte

Ein möglicher Ausstieg aus dem F-35-Programm ist nicht nur eine technische oder sicherheitspolitische Entscheidung. Sie könnte zu diplomatischen Spannungen mit den USA führen und Arbeitsplätze in der Lieferkette gefährden. Andererseits könnte eine Entscheidung für ein europäisches Flugzeug die Neutralität und strategische Autonomie der Schweiz stärken.

Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet – sie dürfte die Ausrichtung der Schweizer Luftverteidigung für das kommende Jahrzehnt maßgeblich beeinflussen.

Quelle: Watson. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion geprüft.

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