
Russland erlitt einen schweren Fehlschlag während eines Tests einer interkontinentalen ballistischen Rakete (ICBM), als ein Start auf dem Testgelände von Yasny in der Region Orenburg nur wenige Sekunden nach dem Abheben in einer Explosion endete.
Das Geschoss stieg auf eine Höhe von 200 bis 400 Metern, bevor es in der Luft detonierte und eine giftige violette Wolke erzeugte, die aus der Ferne sichtbar war.
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Der Vorfall ereignete sich in einer der sensibelsten strategischen Anlagen Russlands: dem Startkomplex von Yasny, der sowohl einen Kosmodrom als auch Silos beherbergt, die von den Strategischen Raketentruppen (RVSP) betrieben werden. Das Gebiet gehört zu den wenigen Orten im Land, von denen aus weitreichende ICBMs mit nuklearen Gefechtsköpfen gestartet werden können.
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Laut dem Analysten Etienne Marcuse vom französischen Thinktank FRS handelte es sich bei der havarierten Rakete um eine RS-28 Sarmat, Russlands neueste schwere ICBM.
Marcuse veröffentlichte auf seinem X-Profil, dass die Rakete „kurz nach dem Start von der Basis Dombarovsky, nahe der Grenze zu Kasachstan, versagt hat“ und erinnerte daran, dass die Sarmat im September 2024 bereits ihr eigenes Testsilo in Plessezk zerstört hatte.
Vor dem Start war ein NOTAM (Luftraumwarnung) veröffentlicht worden, das den Bereich um das Dorf Yasny und das Testgelände Kura in Kamtschatka abdeckte — das traditionelle Zielgebiet russischer ICBM-Testflüge. Der Standort war bereits für Tests des Avangard-Gefechtskopfes verwendet worden, doch die aktuelle Warnung deutete auf ein anderes, frisch renoviertes und für neue Tests bereitstehendes Silo hin.
Verzögertes Programm und zunehmender Druck
Marcuse betont, dass nach der Zerstörung des Sarmat-Silos in Plessezk die Haupterwartung darin bestand, dass die neuen Tests an den Orten stattfinden würden, die für die künftige operationelle Stationierung vorgesehen sind.
Seiner Meinung nach sei es zwar nicht ausgeschlossen, dass der Test den Avangard betraf, doch angesichts der jahrelangen Verzögerungen und der Dringlichkeit der Zertifizierung sei es wesentlich plausibler, dass es sich um einen Sarmat-Test handelte.
Währenddessen bleiben die alten R-36M2 „Wojewode“ weiterhin in Betrieb — weit über ihre ursprünglich vorgesehene Lebensdauer hinaus, die zuletzt 2016 verlängert wurde. Die Wartung dieser Systeme wurde besonders nach 2014 schwierig, als die Ukraine — traditioneller technischer Partner — die Zusammenarbeit mit Moskau einstellte.
„Wenn dies tatsächlich ein weiterer Sarmat-Fehlschlag ist, wird das enorme Konsequenzen für die Zukunft der russischen Abschreckung haben“, warnte der Analyst. „Die Ersetzung der R-36M2 rückt in noch weitere Ferne, und die Aufrechterhaltung dieser alten Systeme wird zunehmend ungewiss.“
Anwohner filmten Absturz und Explosion
Der Fehlschlag wurde auch von der lokalen Bevölkerung bemerkt. Am 28. November dokumentierten Einwohner der Region den Absturz und die Explosion der Rakete in der Nähe des Dorfes Yasny.
Das Gebiet beherbergt eine Einheit der 13. Raketendivision der RVSP — einen der 11 Punkte in Russland, von denen landgestützte Langstreckenraketen gestartet werden können.

Quelle und Bilder: X (Twitter) – Etienne Marcuse @Etienne_Marcuz. Instagram @ukraine_defence. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
