
Eine parteiübergreifende Gruppe von US-Abgeordneten hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Ausmusterung der A-10 Thunderbolt II, bekannt als Warthog, verhindern soll, bis ein vollständig zertifiziertes Nachfolgemodell einsatzbereit ist.
Die Informationen stammen von der Fachwebsite The Aviationist. Der Vorschlag trägt den Namen BRRRRT Act, eine Anspielung auf das charakteristische Geräusch der 30-mm-Kanone GAU-8/A des Flugzeugs, und sieht vor, die Flotte mindestens bis zum Haushaltsjahr 2033 im Dienst zu halten.
Der Gesetzentwurf verpflichtet die US Air Force außerdem dazu, mindestens 126 Flugzeuge einsatzbereit zu halten. Damit liegt die Zahl über dem derzeit vom Kongress festgelegten Minimum von 103 Maschinen. Darüber hinaus fordert er die Wiederherstellung der Infrastruktur für Wartung, Pilotenausbildung, Tests und Logistik, die im Zuge der schrittweisen Ausmusterung der A-10 abgebaut wurde.

Eine weitere Vorgabe des Vorschlags sieht vor, dass zusätzliche Ausmusterungen erst erfolgen dürfen, nachdem der Verteidigungsminister bestätigt hat, dass ein Flugzeug existiert, das die A-10 bei ihrer Hauptaufgabe, der Luftnahunterstützung (Close Air Support – CAS), vollständig ersetzen kann.
Die Zertifizierung müsste außerdem von Vertretern des US-Heeres, des Marine Corps und des US-Kommandos für Spezialoperationen genehmigt werden.

„Der BRRRRT Act stellt sicher, dass wir ein bewährtes Waffensystem nicht ausmustern, bevor ein zertifizierter Ersatz zur Verfügung steht. Es geht um gesunden Menschenverstand, nationale Sicherheit und darum, unser Versprechen gegenüber den Männern und Frauen einzuhalten, die sich im Kampf auf die A-10 verlassen“, erklärte der Abgeordnete Abe Hamadeh.
Die Debatte über die Zukunft der Warthog hat sich nach jüngsten Militäroperationen verschärft, bei denen das Flugzeug erneut seine Nützlichkeit bei der Unterstützung von Bodentruppen sowie bei Such- und Rettungseinsätzen unter Gefechtsbedingungen unter Beweis stellte.
Sollte der BRRRRT Act nicht verabschiedet werden, könnten einige seiner Maßnahmen dennoch in das nächste Gesetz zur nationalen Verteidigungsermächtigung (NDAA) aufgenommen werden, das parallel im Kongress beraten wird.

Fotos: U.S. Air Force. Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion überprüft.
