
ZÜRICH, Schweiz — 30. Oktober 2025 — Die Fluggesellschaft SWISS International Air Lines hat die sofortige Aussetzung aller Flüge mit ihren neun Airbus A220-100 angekündigt, nachdem es anhaltende Probleme mit den Pratt & Whitney PW1500G-Motoren gegeben hatte.
Die Flugzeuge werden nicht mehr fliegen und sollen als „Motorspender“ dienen, um den Betrieb der größeren A220-300-Modelle aufrechtzuerhalten, die derzeit als strategisch wichtiger für das Unternehmen gelten.
Laut der Fluggesellschaft sind die in den beiden Versionen des Flugzeugs installierten PW1524G- und PW1524G-3-Motoren nahezu identisch, was eine direkte Übertragung von einem Modell auf das andere ermöglicht.
„Die Motoren des Airbus A220 zeigen frühe Verschleißerscheinungen, die umfassende Überholungen und lange Wartungszeiten erfordern. Angesichts dieser Situation haben wir beschlossen, eine radikale Maßnahme zu ergreifen: den Betrieb aller A220-100 vorübergehend auszusetzen“, erklärte Dennis Weber, Finanzdirektor von SWISS, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.
Weber betonte, dass die Wartungsschwierigkeiten voraussichtlich mindestens 18 Monate andauern werden, in denen das Unternehmen die operative Zuverlässigkeit seiner Hauptflotte priorisieren wird.
Vom Pionier zur Umstrukturierung

SWISS war 2016 die erste Fluggesellschaft weltweit, die das Modell noch unter dem Namen Bombardier CSeries betrieb. Der A220-100 wurde zum Symbol der Modernisierung der Flotte, insbesondere auf kurzen und anspruchsvollen Strecken wie den Flügen zum London City Airport, der für seinen steilen Anflug bekannt ist.
Diese Strecken werden nun von Helvetic Airways übernommen, die Embraer E2 betreibt, ein für den britischen Flughafen zertifiziertes Flugzeug.
Die Pratt & Whitney-Motorenkrise

Die PW1500G-Motoren von Pratt & Whitney stehen vor einer Reihe technischer Probleme, die mehrere Fluggesellschaften weltweit betreffen. Schätzungen zufolge ist etwa ein Viertel der A220- und E2-Flugzeuge mit dieser Motorfamilie aufgrund ungeplanter Wartungen außer Betrieb.
Im Fall von SWISS zielt die Entscheidung, die A220-100 zu „kannibalisieren“, darauf ab, die Auswirkungen dieser Ausfälle auf das Streckennetz zu verringern und die Verfügbarkeit der A220-300 sicherzustellen, die über größere Kapazität und Reichweite verfügen.
Trotz der Aussetzung erklärte die Fluggesellschaft, dass die Flugzeuge nicht verkauft werden und als technische Reserve erhalten bleiben, mit der Möglichkeit, in Zukunft wieder zu fliegen, sofern die Verfügbarkeit von Motoren und Ersatzteilen normalisiert wird.
Quelle und Bilder: SWISS | Wikimedia. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
