
Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee den Öltanker Sea Owl I abgefangen, der im Verdacht steht, Teil der sogenannten Schattenflotte zu sein, die Russland nutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen.
Das 228 Meter lange Schiff wurde am Donnerstag gegen 20:30 Uhr von Behörden gestoppt und befindet sich weiterhin in der Nähe der schwedischen Küste vor der Stadt Trelleborg.
Obwohl das Schiff offiziell unter der Flagge der Komoren registriert war, glauben schwedische Behörden, dass diese Registrierung möglicherweise unrechtmäßig genutzt wurde. Der Tanker steht außerdem auf der Sanktionsliste der Europäischen Union, was den Verdacht verstärkt, dass er an Operationen beteiligt ist, die darauf abzielen, Handelsbeschränkungen gegen Russland zu umgehen.
Nach Angaben des schwedischen Ministers für Zivilschutz, Carl-Oskar Bohlin, könnte das Schiff Teil der sogenannten russischen „Schattenflotte“ sein – einer Gruppe von Schiffen, die zum Transport von Öl und anderen Produkten eingesetzt werden, ohne internationale Vorschriften einzuhalten. Daten des MarineTraffic-Systems zeigen, dass der Tanker kurz vor seinem Abfangen in die Ostsee eingefahren war.
Dies ist bereits der zweite ähnliche Vorfall in der Region innerhalb nur einer Woche. Einige Tage zuvor hatte die Küstenwache das Frachtschiff Caffa gestoppt, das unter der Flagge Guineas fuhr und von Casablanca nach Sankt Petersburg unterwegs war. Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Schiff Getreide transportierte, das in Sewastopol – einem von Russland besetzten Gebiet – geladen wurde, und dass es 2025 sogar seine Flagge gewechselt hatte, um seine Aktivitäten zu verschleiern.
Quelle: Militarnyi | Foto: Swedish Coast Guard – Kustbevakningen | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft
❗️🇸🇪Swedish Coast Guard has detained a vessel from 🇷🇺Russia’s so-called “shadow fleet” in its territorial waters for the second time this week. The name of the ship is Sea Owl 1. pic.twitter.com/7L3cJ5DU1V
— 🪖MilitaryNewsUA🇺🇦 (@front_ukrainian) March 12, 2026
