
Russland hat eine Einweg-Angriffsdrohne BM-35 mit einem Starlink-Satellitenterminal ausgestattet, wie ukrainische Spezialisten enthüllten, nachdem das Luftfahrzeug in dieser Woche abgeschossen und untersucht worden war.
Die BM-35 wurde abgefangen, bevor sie ihr Ziel erreichte, teilten die ukrainischen Streitkräfte mit. Von Experten geteilte Fotos und technische Bewertungen weisen auf das Vorhandensein eines für die Integration in den Rumpf der Drohne angepassten SpaceX-Satellitenkommunikationsterminals hin.
Laut dem Portal Defence Blog wurde die Information von dem ukrainischen Funktechnik-Spezialisten Serhiy Flash veröffentlicht, der erklärte, dass die geborgene Drohne eindeutige Hinweise auf eine Fernsteuerung über das Starlink-System zeigte.
„Erstmals wurde der Umstand dokumentiert, dass die BM-35-UAV über Starlink gesteuert wurde“, sagte er. Zuvor war Starlink-Hardware nur bei der Molniya-Drohnenserie beobachtet worden.
Im Fall der BM-35 schien das Starlink-Gerät so installiert zu sein, dass eine unterbrechungsfreie Konnektivität über die gesamte Flugbahn des Luftfahrzeugs hinweg gewährleistet war. Diese Modifikation löste bei ukrainischen Fachleuten Besorgnis aus.

„Wenn Shaheds mit Starlink fliegen, ist es nur eine Frage der Zeit – vielleicht sogar von Tagen und nicht von Monaten. Das ist ein großes Problem für uns. UAVs mit dieser Art der Steuerung werden von elektronischer Kriegsführung nicht beeinträchtigt und treffen ihr Ziel präzise unter der Kontrolle eines Bedieners aus Russland.“
Kiew hat wiederholt davor gewarnt, dass Russland kommerziell verfügbare westliche Systeme anpasst, um seine Angriffsfähigkeiten zu verbessern. Diese neue Modifikation markiert jedoch einen Wandel in der Art und Weise, wie russische Betreiber Langstreckenangriffe durchführen, da sie die Wirksamkeit von Störsystemen verringert, die darauf ausgelegt sind, Kommando- und Kontrollkanäle zu unterbrechen.
Fotos: Serhiy Flash. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
