
Der New-START-Vertrag, das letzte noch gültige Abkommen zur Kontrolle von Atomwaffen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten, ist am 5. Februar um Mitternacht ausgelaufen und hat damit mehr als fünf Jahrzehnte formeller Beschränkungen der weltweit größten Nukleararsenale beendet.
In einer am 4. Februar veröffentlichten Erklärung teilte das russische Außenministerium mit, dass Moskau sich infolge des Auslaufens des Vertrags nicht länger an irgendwelche Beschränkungen im Zusammenhang mit Atomwaffen gebunden sieht. Demnach seien die Vertragsparteien mit dem Ende des Abkommens „nicht mehr an irgendwelche Verpflichtungen und symmetrischen Erklärungen im Rahmen des Vertrags gebunden, einschließlich seiner zentralen Bestimmungen, und grundsätzlich frei, ihre nächsten Schritte zu wählen“.
Das Ministerium fügte hinzu, Russland sei bereit, „militärisch-technische Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um mögliche zusätzliche Bedrohungen für die nationale Sicherheit zu beseitigen“, betonte jedoch zugleich, weiterhin offen zu sein „für die Suche nach politischen und diplomatischen Wegen zur umfassenden Stabilisierung der strategischen Lage“.

Das Ende einer Säule der nuklearen Stabilität
Das Abkommen, offiziell bekannt als START-3-Vertrag über die gegenseitige Reduzierung und Begrenzung strategischer Offensivwaffen, wurde 2010 unterzeichnet und trat 2011 in Kraft. Es entwickelte sich zu einer der zentralen Säulen der sogenannten globalen nuklearen Stabilität. Der Vertrag legte strenge Obergrenzen fest, darunter eine Höchstzahl von 1.550 strategischen nuklearen Sprengköpfen pro Seite, sowie Mechanismen zur gegenseitigen Überprüfung.
Ursprünglich sollte der Vertrag 2021 auslaufen, wurde jedoch nach einer Verständigung zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden um fünf Jahre verlängert. Diese einmalige Verlängerung hielt das Abkommen bis Februar 2026 in Kraft, ohne dass ein neues Ersatzabkommen ausgehandelt wurde.
Der New-START-Vertrag wurde 2010 in Prag von den damaligen Präsidenten Barack Obama und Dmitri Medwedew unterzeichnet und war das letzte Abkommen, das rechtlich verbindliche Grenzen für die strategischen Arsenale der beiden größten Atommächte festlegte.

Mit dem Auslaufen des Vertrags und ohne die Unterzeichnung eines neuen Ersatzabkommens tritt die Welt erstmals seit mehr als 50 Jahren in eine Phase ein, in der es kein rechtliches Regime mehr zur direkten Kontrolle der strategischen Nukleararsenale von Washington und Moskau gibt.
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Quelle und Bilder: Telegram @MID_Russia. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft
