
Entwickler aus der russischen Region Tula haben die Entwicklung einer neuen schweren Langstreckendrohne namens Provod („Kabel“) angekündigt, die für den Betrieb über ein Glasfasersystem ausgelegt ist.
Laut dem Ingenieur Andrei Iwanow handelt es sich bei dem System um eine Weiterentwicklung des vorherigen Ovod-Modells, das modernisiert wurde, um eine größere Munitionslast zu tragen und seine Einsatzfähigkeit im Feld zu erweitern.
Das besondere Merkmal der Provod ist der Einsatz großer Glasfaserrollen, die eine kontinuierliche Kommunikation zwischen dem Bediener und der Drohne auch über große Entfernungen hinweg gewährleisten. Dieses System verhindert, dass das Signal durch elektronische Kriegsführung gestört oder blockiert wird – eine häufige Schwachstelle konventioneller Drohnen, die auf Funkübertragung angewiesen sind. Dadurch kann das Gerät selbst in Gefechtsumgebungen mit starker elektronischer Störung eine stabile Steuerung beibehalten.
Nach Angaben der Entwickler kann die Drohne in Entfernungen von 25 bis 30 Kilometern operieren und eine Nutzlast von bis zu 4,5 kg tragen, was als zwei- bis zweieinhalbmal so viel gilt wie bei herkömmlichen Drohnen. Diese Fähigkeit erhöht ihr offensives Potenzial, ermöglicht den Transport größerer Mengen an Sprengstoff und steigert ihre Wirksamkeit gegen strategische Ziele auf dem Schlachtfeld.
Iwanow erklärte, dass die Provod bereits an Lager des russischen Verteidigungsministeriums geliefert wird, von wo aus sie an Einheiten der Armee verteilt werden soll. Die Serienproduktion hat in Tula bereits begonnen, und das System gilt als besonders effektiv gegen gepanzerte Fahrzeuge. Der Ingenieur erinnerte zudem daran, dass dasselbe Team einige Monate zuvor eine Hochgeschwindigkeits-Abfangdrohne aus der Ovod-Familie entwickelt hatte, die Geschwindigkeiten von bis zu 240 km/h erreichen kann und zur Neutralisierung feindlicher Drohnen vorgesehen ist.
Quelle: Sputnik | Foto: X @sputnik_brasil | Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft
