
Der für Offshore-Einsätze entwickelte russische Hubschrauber hat Tests bei extremer Kälte in Jakutien abgeschlossen und kann künftig Meeresplattformen, abgelegene Gemeinden sowie Such- und Rettungseinsätze unterstützen
Der Hubschrauber Mi-171A3 hat von der russischen Föderalen Lufttransportagentur Rosawiazija die Genehmigung erhalten, Flüge bei Temperaturen bis zu -50 °C durchzuführen. Die Zulassung erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Modells, das hauptsächlich für Offshore-Missionen und Regionen mit extremen klimatischen Bedingungen entwickelt wurde.

Der von der Russian-Helicopters-Gruppe, die vom staatlichen Konzern Rostec kontrolliert wird, produzierte Mi-171A3 absolvierte eine Testkampagne in Jakutien im äußersten Osten Russlands. Nach Angaben des Herstellers wurden während der Prüfungen bei Temperaturen nahe der neuen zertifizierten Grenze 66 Flüge und 22 Triebwerkstests am Boden durchgeführt.
Die Genehmigung ist für Einsätze in arktischen und schwer zugänglichen Gebieten von Bedeutung, wo extreme Kälte hydraulische Systeme, elektronische Komponenten, Schmierstoffe, Batterien und die Leistung der Triebwerke beeinträchtigen kann. In diesen Regionen sind Drehflügler häufig das wichtigste Transportmittel zwischen isolierten Gemeinden, Industrieanlagen und Versorgungsstützpunkten.

Der Mi-171A3 wurde für den Transport von Passagieren und Fracht zu Offshore-Förderplattformen sowie zu anderen weit vom Festland entfernten Einrichtungen entwickelt. Seine Konfiguration berücksichtigt außerdem längere Flüge über große Wasserflächen, die zusätzliche Sicherheits- und Überlebensausrüstung erfordern.
Zu den in die Konstruktion integrierten Lösungen gehören ein verstärkter Rumpf und ein Kraftstoffsystem, das entwickelt wurde, um das Risiko von Leckagen bei Notlandungen zu verringern. Der Hubschrauber ist außerdem mit aufblasbaren Schwimmkörpern ausgestattet, die eine kontrollierte Notwasserung bei Bedingungen ermöglichen, die dem Seegang 5 entsprechen, sowie mit Rettungsinseln zur Evakuierung der Insassen.

Die Plattform kann durch den Einbau medizinischer Module, Ortungsgeräte, Suchscheinwerfer und weiterer spezieller Systeme für Such- und Rettungseinsätze angepasst werden. Diese Flexibilität ermöglicht es, dasselbe Luftfahrzeug sowohl für Offshore-Transporte als auch für Notfalleinsätze zu verwenden.
Nach Angaben von Nikolai Kolesow, Generaldirektor von Russian Helicopters, sollten die Tests nachweisen, dass das Modell seine Betriebseigenschaften auch unter extrem kalten Bedingungen beibehalten kann. Die Genehmigung durch Rosawiazija stellt die formelle Bestätigung der während der Testkampagne in Jakutien erzielten Ergebnisse dar.
Obwohl der Mi-171A3 zur bekannten Mi-8/17-Familie gehört, verfügt er über strukturelle Änderungen und Systeme, die speziell für den Offshore-Markt entwickelt wurden. Die neue Zulassung stärkt die russische Strategie, das Modell auf Industrie- und Logistikrouten in den kältesten Regionen des Landes einzusetzen.
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Quelle und Bilder: Telegram @rostecru. Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und von der Redaktion überprüft.
