
Die Royal Navy des Vereinigten Königreichs hat einen wichtigen Schritt beim Einsatz unbemannter Wasserfahrzeuge gemacht, indem sie einen wegweisenden Test eines Luftabwurfs über der Nordsee unterstützte. Bei der Demonstration wurde ein unbemanntes Oberflächenfahrzeug per Fallschirm von einem militärischen Transportflugzeug des Typs A400M abgesetzt.
Der Test wurde von Kraken Technology Group und Capewell durchgeführt, mit Unterstützung der Royal Navy im Rahmen des Project Beehive, einer Initiative zur schnellen Einführung neuer Technologien und zur Entwicklung einer künftigen Hybridflotte, die bemannte und unbemannte Mittel kombiniert.

Während der sechstägigen Testkampagne wurde ein Boot vom Typ Kraken K3 Scout viermal aus einer Höhe von etwa 1.300 Fuß abgeworfen, was rund 396 Metern entspricht. Nach Angaben der Royal Navy handelte es sich um die erste Demonstration dieser Art mit diesem Format einer aus einem militärischen Transportflugzeug extrahierten Ladung.
Das Hauptziel bestand darin nachzuweisen, dass ein unbemanntes Boot einen Luftabwurf überstehen und anschließend auf See operieren kann, ohne unmittelbar auf ein Unterstützungsschiff oder eine nahegelegene Hafenanlage angewiesen zu sein. Diese Fähigkeit erhöht die Einsatzflexibilität dieser Art von Plattform erheblich, insbesondere in schwer zugänglichen Gebieten oder in Situationen, die eine schnelle maritime Präsenz erfordern.

Bei dem im Test eingesetzten Boot handelte es sich um eine Kraken K3 Scout, die entsprechend den Anforderungen des Project Beehive konfiguriert war. Das Modell kann für Aufgaben wie Überwachung, Schutz von Einsatzkräften, Aufklärung und Unterstützung spezialisierter maritimer Operationen eingesetzt werden. Für den Abwurf wurde das Boot am Universal Maritime Craft Aerial Delivery System von Capewell befestigt, einer schlittenähnlichen Struktur, die für den Transport und die Freigabe maritimer Lasten aus Flugzeugen entwickelt wurde.
Der Einsatz wurde unter anspruchsvollen Bedingungen durchgeführt, wobei der Seegang Stufe 4 auf der Seegangsskala erreichte, was Wellen von bis zu etwa 2,4 Metern einschließen kann. Dennoch wurden dasselbe Boot und dieselbe Abwurfplattform bei allen vier während der Kampagne durchgeführten Abwürfen verwendet.
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Für die Royal Navy stellt der Test einen wichtigen Fortschritt bei der Suche nach neuen Möglichkeiten dar, autonome oder ferngesteuerte Marinefähigkeiten schnell zu positionieren. Eine der Einschränkungen kleiner unbemannter Oberflächenfahrzeuge besteht gerade in ihrer Fähigkeit, lange Strecken bis zum Einsatzgebiet zurückzulegen. Der Abwurf aus einem Flugzeug erweitert diese Möglichkeit und erlaubt es, diese Systeme schneller und mit größerer Reichweite einzusetzen.
Kapitän Adam Ballard, der am Project Beehive beteiligt ist, erklärte, die Initiative sei ins Leben gerufen worden, damit die Royal Navy schnell lernen könne, unbemannte Oberflächenfahrzeuge effektiv zu betreiben. Ihm zufolge prüft die Marine Einsatzkonzepte von „Mutterschiffen“ oder sogar von „Mutterflugzeugen“ aus.
Ballard betonte außerdem, dass die Demonstration auf eine relevante Veränderung der operativen Logik hinweist. Historisch gesehen wurde Luftmacht aus Seemacht heraus projiziert, wie es bei Flugzeugträgern und Unterstützungsschiffen für Wasserflugzeuge der Fall war. Nun bewege sich der Sektor seiner Ansicht nach auf ein Szenario zu, in dem auch maritime Fähigkeiten aus der Luft projiziert werden können.
Mal Crease, Gründer und CEO der Kraken Technology Group, erklärte, die Partnerschaft mit Capewell und der Royal Navy habe gezeigt, dass die K3 Scout schnell direkt von einem Militärflugzeug in umkämpften oder schwer zugänglichen Gewässern positioniert werden kann und sofort einsatzbereit ist.

Mark Lavender, Direktor für Geschäftsentwicklung und Ausbildung bei Capewell, sagte, die Tests hätten die Integration einer komplexen Last mit der UMCADS-Plattform validiert und zugleich gezeigt, wie einfach das System für verschiedene Arten wichtiger Ausrüstung umkonfiguriert werden kann, sowohl für maritime als auch für landgestützte Anwendungen.
Der Fortschritt verstärkt den Trend zur Modernisierung der Seestreitkräfte, die traditionelle Schiffe, Flugzeuge, moderne Sensoren und unbemannte Systeme kombinieren wollen, um ihre Präsenz auszuweiten, Risiken für Besatzungen zu verringern und schneller auf unterschiedliche operative Szenarien reagieren zu können.
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Quelle und Bilder: Royal Navy. Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
