
Die französische Regierung hat Renault gebeten, einen Teil seiner Fabriken für die Produktion von Militärdrohnen umzurüsten, als Teil eines Plans, die zivile Industrie in große Verteidigungsaufträge einzubeziehen.
Der Vorschlag spaltet jedoch die Meinungen innerhalb des Automobilherstellers, da viele Arbeiter behaupten, sie seien eingestellt worden, um Autos und keine Waffen zu produzieren. Die Vielfalt der Belegschaft, die auch Ausländer und sogar russische Staatsbürger umfasst, macht das Thema noch sensibler.
Laut Gewerkschaftsvertretern sollen die ersten Drohnenproduktionsanlagen in Slowenien eingerichtet werden, mit der Möglichkeit, auf Frankreich auszudehnen. Die Veränderung, die neben internen Spannungen auch das Unternehmen neuen Cyberangriffen aussetzen könnte, aufgrund seiner direkten Beteiligung an der Rüstungsindustrie, wird als riskant angesehen.
Bislang hat die Geschäftsführung von Renault keine endgültige Entscheidung über den Vorschlag des Verteidigungsministeriums getroffen.
Gleichzeitig prüft der Autohersteller auch die Möglichkeit, Drohnen in der Ukraine zu produzieren. Der ursprüngliche Plan umfasst Partnerschaften mit kleinen und mittelgroßen französischen Verteidigungsunternehmen, mit der Aussicht, in Zukunft eigene Einrichtungen auf ukrainischem Boden zu eröffnen.
In einer Stellungnahme bestätigte Renault die Anfrage der französischen Regierung, betonte jedoch, dass die Gespräche noch andauern und keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
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