
Am 24. Dezember 2025 veröffentlichten die staatlichen Medien Nordkoreas die ersten vollständigen Bilder eines im Bau befindlichen „strategischen nuklearen Lenkwaffen-U-Bootes“ mit einer geschätzten Verdrängung von 8.700 Tonnen.
Die Fotografien zeigen den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un bei einer Inspektion auf der Werft, bei der er nach Angaben Pjöngjangs sogenannte „Vor-Ort-Anweisungen“ erteilte.
Die Bilder wurden von der Korean Central News Agency veröffentlicht und stellen die bislang detaillierteste visuelle Bestätigung der seit Jahren vom Regime beanspruchten Bemühungen dar, ein atomgetriebenes U-Boot mit ballistischen Raketen zu entwickeln.

Analysten zufolge ist das Schiff deutlich größer als die derzeit von Nordkorea betriebenen diesel-elektrischen U-Boote und scheint für die Aufnahme mehrerer vertikaler Startrohre für von U-Booten gestartete ballistische Raketen (SLBM) ausgelegt zu sein, möglicherweise eine maritime Variante der Pukguksong-Familie.
Die angegebene Verdrängung von 8.700 Tonnen würde das Projekt in die Größenordnung früher SSBNs aus der Zeit des Kalten Krieges rücken und jedes derzeit in der nordkoreanischen Marine eingesetzte Plattform übertreffen. Dies deutet auf einen erheblichen Sprung in der strategischen Ambition hin, selbst wenn die endgültige Leistungsfähigkeit hinter den Standards der führenden Nuklearmarinen zurückbleiben sollte.
Die veröffentlichten Fotos deuten auf einen verbreiterten Abschnitt des Druckkörpers hin, der mit einem Raketenabteil vereinbar ist, sowie auf äußere Merkmale, die auf einen Bereich für einen nuklearen Reaktor schließen lassen. Eine unabhängige Bestätigung, dass bereits ein funktionsfähiger Marine-Reaktor installiert wurde, liegt jedoch nicht vor.

Experten gehen davon aus, dass die Vertiefung der militärischen und technologischen Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland ein entscheidender Faktor für Fortschritte in Bereichen wie Reaktorauslegung, spezialisierter Metallurgie und Lärmminderungstechniken sein könnte – Felder, in denen Pjöngjang historisch gesehen technische Einschränkungen hatte.
Sollte das U-Boot fertiggestellt und in Dienst gestellt werden, würde es den ersten glaubwürdigen Versuch Nordkoreas darstellen, eine seegestützte nukleare Abschreckung aufzubauen, die Überlebensfähigkeit seiner strategischen Kräfte zu erhöhen und die Aufklärungs- sowie Raketenabwehrbemühungen verbündeter Staaten in Nordostasien zu erschweren.

Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, darunter die Reaktorsicherheit, die Ausbildung der Besatzung, die akustische Signaturreduzierung sowie die zuverlässige Integration von SLBM, was darauf hindeutet, dass die Plattform selbst bei planmäßigem Baufortschritt noch Jahre benötigen dürfte, um eine effektive Einsatzfähigkeit zu erreichen.
Quelle und Bilder: Korean Central News Agency. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
