
Die Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte Japans (JMSDF) haben die JS Nagara (FFM-10), die zehnte Fregatte der Mogami-Klasse, bei einer Zeremonie auf der Werft von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) in Nagasaki am 29. Juni 2026 offiziell in Dienst gestellt.
Nach der Indienststellung wird das Schiff dem 2. Patrouillen- und Verteidigungsgeschwader zugeteilt, das auf dem Marinestützpunkt Kure in der Präfektur Hiroshima stationiert ist. Das Schiff wurde in rund drei Jahren gebaut, kostete etwa 323 Millionen US-Dollar und ist Teil des japanischen Plans zur Modernisierung seiner Überwasserflotte.

Mit einer Verdrängung von rund 5.500 Tonnen, einer Länge von 133 Metern und einer Breite von 16,3 Metern wurde die Mogami-Klasse entwickelt, um ältere Zerstörer und Minenräumboote zu ersetzen und zugleich eine höhere Einsatzfähigkeit mit reduzierter Besatzung zu bieten. Dank des hohen Automatisierungsgrads der Navigations- und Kampfsysteme kann jede Fregatte mit etwa 90 Soldaten betrieben werden, weniger als halb so vielen wie bei konventionellen Zerstörern der JMSDF erforderlich. Das Schiff zeichnet sich außerdem durch sein Tarnkappendesign, sein CODAG-Antriebssystem und eine Geschwindigkeit von über 30 Knoten aus.

Die JS Nagara nimmt den Betrieb bereits mit dem 16-zelligen Vertical Launching System Mk.41 (VLS) auf, einer Neuerung im Vergleich zu den ersten Einheiten der Klasse, die diese Ausrüstung nach ihrer Eingliederung in die Flotte erhielten oder noch erhalten sollen. Die frühzeitige Installation wurde trotz Verzögerungen möglich, die durch die COVID-19-Pandemie und den weltweiten Mangel an Halbleitern verursacht wurden — Faktoren, die die Produktion der von Mitsubishi Heavy Industries in Lizenz gefertigten Starter beeinträchtigten. Neben dem VLS verfügt die Fregatte über ein Multifunktionsradar, das Flugabwehrsystem SeaRAM, Type-17-Antischiffsraketen und mehrere Sensoren für U-Boot-Abwehr- und Minenkriegseinsätze.

Der Bau der Fregatten der Mogami-Klasse begann 2019 und stellt Japans größtes Marineschiffbauprogramm seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dar. Die japanische Regierung plant, bis zum Ende des Haushaltsjahres 2027 insgesamt 12 Schiffe der Mogami-Klasse und bis 2032 weitere 12 New-FFM-Fregatten, eine modernisierte Version, in Dienst zu stellen. Das Projekt stößt auch international auf Interesse: Australien hat die New FFM bereits für sein Programm neuer Fregatten ausgewählt, während Neuseeland das Schiff als einen der Finalisten für die Erneuerung seiner Kampfflotte prüft.
Quelle: Naval News / Militarnyi | Fotos: Maritime Selbstverteidigungsstreitkräfte Japans (JMSDF) | Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft
