
Das israelische Unternehmen Plasan hat drei neue Schutzsysteme für Militärfahrzeuge angekündigt, die entwickelt wurden, um Bedrohungen zu begegnen, die in modernen Konflikten immer häufiger auftreten, darunter FPV-Drohnen, Top-Attack-Munition und Landminen.
Die neuen Systeme tragen die Namen LAPS, ATHENA und TAPS, wobei jedes auf eine bestimmte Art von Bedrohung ausgerichtet ist. Nach Angaben des Unternehmens spiegelt die Initiative die Lehren aus jüngsten Konflikten wider, insbesondere aus der Ukraine, wo günstige Drohnen und gelenkte Munition zu einer ständigen Herausforderung für gepanzerte Fahrzeuge geworden sind.
Das LAPS (Leg Active Protection System) wurde entwickelt, um Beinverletzungen durch Minenexplosionen und improvisierte Sprengsätze zu verringern. Das System erkennt die Explosion innerhalb von Millisekunden und hebt die Beine der Insassen an, bevor die Schockwelle das Innere des Fahrzeugs erreicht, wodurch das Risiko von Knochenbrüchen und Amputationen reduziert wird. Laut Plasan fügt die Technologie kein erhebliches Gewicht hinzu und nimmt auch keinen zusätzlichen Platz im Fahrzeug ein.

Das ATHENA (Advanced Thickening Energetic Armour) wurde entwickelt, um den oberen Bereich gepanzerter Fahrzeuge gegen vertikal angreifende Munition und Hohlladungen zu schützen, Bedrohungen, die durch die Verbreitung von Kamikaze-Drohnen und Loitering Munition zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Das System soll einen der traditionell verwundbarsten Bereiche militärischer Fahrzeuge verstärken: das Dach.

Schließlich bietet das TAPS (Top Attack Protection System) eine zusätzliche Schutzschicht gegen Angriffe von oben und wurde bereits von mehreren westlichen Armeen getestet sowie für den operativen Einsatz zugelassen. Die Lösung ist Teil des Konzepts der gestaffelten Verteidigung, das angesichts der Entwicklung kostengünstiger luftgestützter Bedrohungen als zunehmend notwendig gilt.

Laut der Website Defence Blog werden die Lösungen offiziell auf der Verteidigungsmesse Eurosatory 2026 in Paris vorgestellt, die vom 15. bis 19. Juni stattfindet.
Die Präsentation der neuen Systeme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Streitkräfte weltweit versuchen, ihre gepanzerten Fahrzeuge an ein Szenario anzupassen, in dem Drohnen, gelenkte Munition und Präzisionsangriffe traditionelle Schutzkonzepte herausfordern.
Experten weisen darauf hin, dass der Trend darin besteht, passive Panzerung, aktive Systeme und Mittel der elektronischen Kriegsführung zu kombinieren, um die Überlebensfähigkeit von Fahrzeugen auf dem modernen Gefechtsfeld zu erhöhen.
Fotos: Plasan / Pressefoto. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.
